Rom
Ritual endet tödlich

Italien: Kleinkind (2) stirbt nach Beschneidung

In Italien hat ein Beschneidungsritual ein tödliches Ende genommen: Ein zweijähriger Bub starb. Ein 66 Jahre alter Mann wurde nun festgenommen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein Kinderchirurg hat ein Sklapell in der Hand. Symbolfoto: Oliver Berg dpa
Ein Kinderchirurg hat ein Sklapell in der Hand. Symbolfoto: Oliver Berg dpa

Nach dem Tod eines Zweijährigen bei einem Beschneidungsritual in Italien ist ein 66-Jähriger festgenommen worden.

Er werde verdächtigt, am Sonntag in Monterotondo unweit von Rom den Eingriff bei zwei nigerianischen Zwillingsbrüdern vorgenommen zu haben, erklärte die Staatsanwaltschaft Tivoli am Sonntagabend. Einer der beiden Jungen starb. Gerichtsmediziner müssten nun die genaue Todesursache klären, teilte die Behörde mit.

Der Bruder wurde schwer verletzt

Der Bruder des toten Jungen war schwer verletzt ins Krankenhaus gekommen. Sein Zustand verbesserte sich aber, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Montag. Allerdings werde er weiter auf der Intensivstation behandelt.

Der 66-Jährige soll regelmäßig Beschneidungen durchführen

Bei der Durchsuchung der Wohnung des 66-Jährigen haben die Ermittler laut Staatsanwaltschaft Gegenstände beschlagnahmt, die darauf hinweisen, dass er regelmäßig Beschneidungen durchführte.

Die Vorwürfe lauten auf Körperverletzung mit Todesfolge, schwerste Körperverletzung und die unsachgemäße Ausübung des Arztberufs.