Teutschenthal
Unfall

Grubenunglück: 35 Menschen stundenlang unter Tage eingeschlossen -Ursachensuche läuft

Bei einer Verpuffung in einer Bergbaugrube in Teutschenthal in Sachsen-Anhalt wurden 35 Menschen eingeschlossen. Zwei Menschen wurden verletzt. Die Arbeiter befanden sich in Sicherungsräumen und konnten befreit werden. Die Suche nach der Ursache läuft.
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In der Berbaugrube in Teutschenthal wurden 35 Menschen bei einer Verpuffung unter Tage eingeschlossen. Foto: Sebastian Willnow/zb/dpa
In der Berbaugrube in Teutschenthal wurden 35 Menschen bei einer Verpuffung unter Tage eingeschlossen. Foto: Sebastian Willnow/zb/dpa

Update, 13.35 Uhr: 44-Jähriger schwer verletzt

Nach einer Verpuffung in der Bergbaugrube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Das teilte ein Polizeisprecher am Freitag am Ort des Geschehens mit. Bei dem Unglück seien ein 24 Jahre alter Mann leicht und ein 44-Jähriger schwer verletzt worden. Beide hätten einen Schock erlitten und seien ins Krankenhaus gebracht worden. Beide Bergmänner, ein Deutscher und ein Pole, hätten selbstständig laufen können und seien ansprechbar gewesen. Die polizeilichen Ermittlungen würden wegen fahrlässiger oder vorsätzlicher Körperverletzung geführt. Nach Angaben des Unternehmens hatten nach der Verpuffung 34 Männer zunächst unter Tage ausharren müssen.

Die Eingeschlossenen hätten sich selbstständig in die dafür vorgesehenen Sicherheitsräume begeben, schilderte Erik Fillinger, technischer Geschäftsführer der Grube am Freitag vor Journalisten. Diese hätten sie später in Begleitung der Grubenwehr selbstständig verlassen.

Polizei und das Landesamt für Geologie untersuchen nun, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

Update, 12.44 Uhr: Explosives Gasgemisch soll verantwortlich sein

Nach einer Verpuffung in der Bergbaugrube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt sind rund 35 Arbeiter für Stunden in rund 700 Metern Tiefe eingeschlossen gewesen. Zwei von ihnen wurden bei dem Unglück am Freitag verletzt. Die Eingeschlossenen wurden wohlbehalten befreit, wie die Polizei mitteilte. Die Arbeiter hatten sich nach dem Unglück noch mehrere Stunden in Sicherungsräumen in der Grube aufgehalten und waren mit Sauerstoff versorgt, wie ein Sprecher des Landesbergamts in Halle/Saale sagte.

Grund für die Verpuffung war nach ersten Erkenntnissen des Landesbergamtes ein explosives Gasgemisch gewesen, das sich in der Grube westlich von Halle gebildet hatte. Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Nach der Rettung aller Bergleute sollte noch am Freitag die Suche nach der Unglücksursache anlaufen. Es sei Entwarnung gegeben worden. Nun würden Experten des Landesbergamts unter Tage fahren und mit Untersuchungen beginnen, sagte der Abteilungsleiter Bergbau, Uwe Schaar, in Halle. Die üblichen Arbeiten in der Grube würden so lange ruhen, bis die Ursache geklärt sei. Wie lange das dauern werde, könne er noch nicht sagen, so Schaar.

In der Grube Teutschenthal arbeiten nach Unternehmensangaben etwa 100 Menschen. Für die Anlage gebe es spezielle Sicherungs- und Rettungsszenarien, sagte Schaar.

In den vergangenen 15 Jahren wurde das im Jahr 1982 stillgelegte Bergwerk umgebaut. Heute handelt es sich um ein sogenanntes Versatzbergwerk. Dort werden auf 14 Quadratkilometern Grundfläche mineralische Abfälle deponiert, um die Grube zu stabilisieren. Bis in die 1980er Jahre waren dort Kali und Steinsalze abgebaut worden.

Update: 11.51 Uhr: Bergleute befreit

Die nach einer Verpuffung in der Grube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt zeitweise unter Tage eingeschlossenen Menschen sind alle befreit. Alle seien wohlbehalten, teilte die Polizei in Halle im Kurznachrichtendienst Twitter am Freitag mit.

Grubenunglück in Sachsen-Anhalt: Nach einer Verpuffung in der Bergbaugrube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt sitzen etwa 35 Menschen in rund 700 Metern Tiefe unter Tage. Sie befinden sich in Sicherungsräumen und sind mit Sauerstoff versorgt, wie ein Sprecher des Landesbergamts in Halle am Freitag sagte. Die Menschen könnten später über den intakten Schacht an die Erdoberfläche gebracht werden.

In 700 Metern Tiefe eingeschlossen: Gasgemisch explodiert

Bei einer Verpuffung in der Grube im Saalekreis waren am Freitag nach ersten Erkenntnissen zwei Menschen verletzt worden. Grund war demnach vermutlich ein explosives Gasgemisch, das sich gebildet hatte. Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet.

In der Grube Teutschenthal arbeiten nach Unternehmensangaben etwa 100 Menschen. In den vergangenen 15 Jahren wurde das im Jahr 1982 stillgelegte Bergwerk umgebaut. Heute handelt es sich um ein sogenanntes Versatzbergwerk. Dort werden auf 14 Quadratkilometern Grundfläche mineralische Abfälle deponiert, um die Grube zu stabilisieren. Bis in die 1980er Jahre wurden dort Kali und Steinsalze abgebaut.

Für die Grube gebe es spezielle Sicherungs- und Rettungsszenarien, sagte der Abteilungsleiter Bergbau im Landesamt für Geologie und Bergwesen, Uwe Schaar, in Halle.