Effelder-Rauenstein
Notruf

Norovirus in Ferienlager in Rauenstein: Zahl der Schwererkrankten steigt - weiterer Vorfall in Damme

Zeitweise stand das Ferienlager in Rauenstein im Landkreis Sonneberg (Thüringen) unter Quarantäne: 45 Schüler und Betreuer sind erkrankt. Bei Vechta gab es am Donnerstag einen ähnlichen Fall, die Gründe sind unklar.
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Ein Sanitäter kümmert sich im Ferienzentrum Rauenstein um zwei Jugendliche. 40 Kinder und Betreuer haben über Übelkeit, Bauchschmerzen und Brechdurchfall geklagt. Foto: News5 / Ittig/dpa-Zentralbild/dpa
Ein Sanitäter kümmert sich im Ferienzentrum Rauenstein um zwei Jugendliche. 40 Kinder und Betreuer haben über Übelkeit, Bauchschmerzen und Brechdurchfall geklagt. Foto: News5 / Ittig/dpa-Zentralbild/dpa


Update 29.06.2018, 10.15 Uhr: Zahl der Schwererkrankten in Rauenstein steigt

Im Fall der an Norovirus erkrankten Schüler und Betreuer eines Ferienlagers im thüringen Rauenstein (Kreis Sonneberg) ist die Zahl der schwer betroffenen Patienten gestiegen. Insgesamt mussten 22 Erkrankte in umliegende Krankenhäuser gebracht werden, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Sonneberg am Freitagmorgen. Zunächst wurde von 20 Betroffenen berichtet. Insgesamt waren 45 Kinder und Betreuer betroffen, die ersten Erkrankten konnten noch am Donnerstag die Krankenhäuser verlassen und den Heimweg antreten. Experten suchen nun nach der Ursache für den Ausbruch der Krankheit. Weil das Norovirus hoch ansteckend ist, greift es oft in Gemeinschaftseinrichtungen um sich.

Währenddessen gibt es noch keine neuen Erkenntnisse zu der Erkrankung nahe dem niedersächsischen Vechta.


Update 28.06.2018, 20:35: Schüler aus anderem Ferienlager ebenfalls erkrankt


In einer Jugend- und Freizeiteinrichtung nahe dem niedersächsischen Vechta wurden am Donnerstag 31 Kinder von zwei Gruppen aus Rheinland-Pfalz krank. Auch hier ging es um Durchfall und Erbrechen, sagte ein Sprecher der Polizei. Zwei von ihnen seien in Krankenhäuser gebracht worden. Rund um die Einrichtung in Damme standen am späten Mittwochnachmittag viele Rettungswagen. Notärzte und die Polizei waren ebenfalls zur Stelle. Weshalb es zu den Krankheitssymptomen gekommen war, war dort zunächst unklar.


Update 28. 06.2018, 18:05 Uhr: Schüler und Betreuer sind am Norovirus erkrankt


In einer Ferienanlage in Thüringen sind 45 Schüler und Betreuer an Norovirus erkrankt. Das Klinikum in Coburg (Bayern) habe den Verdacht bestätigt, sagte ein Sprecher des Landratsamtes im thüringischen Sonneberg am Donnerstag. Die Erkrankten hatten zuvor über Übelkeit, Bauchschmerzen und Brechdurchfall, teils auch über Fieber und Kreislaufprobleme geklagt.
20 Erkrankte mit schwereren Symptomen wurden in Krankenhäusern der Region behandelt werden. Die anderen wurden in der Ferienanlage in Rauenstein im Kreis Sonneberg von Ärzten und Rettungskräften betreut und behandelt. Die Kinder seien stabil, hieß es.

Nach Angaben von Betreuern und des Notarztes, der zuerst in der Ferienanlage war, waren schon am Montag Kinder mit entsprechenden Krankheitssymptomen in die bei Schulklassen beliebte Anlage gekommen. Im Laufe der Woche habe sich die Erkrankung immer weiter ausgebreitet.

Drei Schülergruppen - zwei aus Berlin, eine aus Frankfurt am Main - mit insgesamt 154 Schülern zwischen 13 und 16 Jahren und ihren Betreuern weilten in der Ferienanlage. Die nicht erkrankten Schüler und Betreuer sollten am Donnerstag mit Reisebussen in ihre Heimat zurückgebracht werden.
Die Firma, die die Anlage mit Lebensmitteln versorge, sei kontrolliert worden. Es habe keine hygienischen Beanstandungen gegeben, sagte der Sprecher.


Update vom 28.06.2018, 12:30 Uhr: Zahl der Erkrankten steigt, 20 Kinder im Krankenhaus

Nach den Berichten über die massenhafte Erkrankung von Kindern und Betreuern im Ferienlager Rauenstein (Kreis Sonneberg) steigt die Zahl der Erkrankten offenbar massiv an. Während zunächst von 31 Erkrankten die Rede war, von denen neun aufgrund von Kreislaufproblemen im Krankenhaus behandelt werden müssen, heißt es jetzt, bereits 20 Kinder seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Magen-Darm-Probleme scheinen sich weiterhin epidemieartig auszubreiten. Noch ist unklar, ob ein Virus oder eine Lebensmittelverunreinigung für die Erkrankungen verantwortlich ist.


Ursprüngliche Meldung: 31 Kinder im Ferienlager Rauenstein erkrankt


Notruf aus dem Ferienlager:
In einem Ferienlager in Rauenstein im Landkreis Sonneberg im fränkisch geprägten Teil Thüringens klagen 31 Teilnehmer - hauptsächlich Schulkinder, aber auch Betreuer - über Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber und Kreislaufbeschwerden. Neun Kinder werden derzeit wegen schwerwiegenderer Symptome im Krankenhaus behandelt. Das berichtet Michael Volk, Sprecher des Landratsamtes Sonneberg.


Alarm im Ferienlager in Rauenstein: 31 Kinder und Betreuer erkrankt

Heute Morgen (28. Juni 2018) wurde ein entsprechender Notruf abgesetzt. Ein Großaufgebot an Rettungskräften aus dem Landkreis Sonneberg und Hilpoltstein ist vor Ort, auch das Gesundheitsamt, Veterinär- und Lebensmittelamt sind zugegen. Landrätin Christine Zitzmann macht sich vor Ort ein Bild der Lage. Über die Ursache für die Beschwerden der Schüler und ihrer Betreuer kann man momentan nur spekulieren. Grund könnte ebensogut ein Noro-Virus wie eine Lebensmittelverunreinigung sein.


Sonneberg: Ursache der Erkrankungen noch unklar

Angeblich sind die beschriebenen Symptome vereinzelt schon vor einigen Tagen aufgetreten. Die geballte Ausbreitung veranlasste die Betreuer heute Morgen dann zum Absetzen des Notrufs bei der Rettungsleitstelle Zella-Mehlis.

In dem bei Schulklassen und Gruppen beliebten Ferienlager mit seinen 15 Finnhütten in Rauenstein halten sich derzeit zwei Schulklassen aus Berlin und eine aus Frankfurt am Main auf. Insgesamt beherbergt das Ferienlager damit rund 100 Schüler. Die verantwortlichen Einsatzkräfte und Behörden setzen derzeit alles daran, die Ursache der Erkrankungen zu ermitteln.