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Gericht: Bestatter verletzt sich beim Leiche heben - Versicherung will nicht zahlen

In Stuttgart verletzt sich ein 39-Jähriger Bestatter beim Heben einer Frauenleiche. Das zuständige Gericht entscheidet auf Arbeitsunfall.
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Das  Landessozialgericht Stuttgart entschied im Rechtsstreit eines Bestatters mit seiner Versicherung auf Arbeitsunfall. Symbolbild: pixabay.com/ AJEL
Das Landessozialgericht Stuttgart entschied im Rechtsstreit eines Bestatters mit seiner Versicherung auf Arbeitsunfall. Symbolbild: pixabay.com/ AJEL
Ein 39-Jähriger Bestatter verletzt sich, als er im August 2016 mit einem Kollegen die Leiche einer Frau abholen soll beim Hochheben de Leiche. Aufgrund der Verletzung, eines sogenannten Verhebetraumas, ist der Mann vier Wochen außer Gefecht gesetzt.
Jetzt entschied das Landessozialgericht Stuttgart, dass es sic h bei der Verletzung um einen Arbeitsunfall handle und der Mann deshalb unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehe. "Das Urteil gilt grundsätzlich für alle, die während der Arbeit schwere Dinge hochheben müssen", sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag.
Zuvor hatte die Versicherung abgelehnt, den Unfall als Arbeitsunfall an zu erkennen, woraufhin der 39-Jährige vor dem Sozialgericht Reutlingen geklagt hatte. Die Versicherung ging in Berufung und scheiterte nun vor dem Landessozialgericht.


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