Flensburg
Polizeieinsatz

Nach Massenschlägerei zwischen Jugendlichen in Flensburg: Polizei verstärkt Präsenz

Nachdem es in der Innenstadt in Flensburg zu einer Massenschlägerei zwischen Jugendlichen gekommen war, ergreift die Polizei Konsequenzen.
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Nachdem es in der Innenstadt in Flensburg zu einer Massenschlägerei zwischen Jugendlichen gekommen war, ergreift die Polizei Konsequenzen. Symbolbild: Boris Rössler/dpa
Nachdem es in der Innenstadt in Flensburg zu einer Massenschlägerei zwischen Jugendlichen gekommen war, ergreift die Polizei Konsequenzen. Symbolbild: Boris Rössler/dpa
Polizei reagiert auf Massenschlägerei: Nach einem Einsatz am Montagnachmittag in der Flensburger Innenstadt wird die Polizei Flensburg ihre Präsenz in den kommenden Tagen deutlich verstärken. Im Kern geht es darum, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und Straftaten zu verhindern. Ziel ist es, durch gezielte Kontrollen Rädelsführer zu identifizieren und Mitläufer aus der Anonymität zu holen.


Keine feste Strukturen

In den vergangenen Wochen häufen sich Vorkommnisse mit Jugendlichen rund um den ZOB in Flensburg. Beteiligt sind Jugendliche unterschiedlicher Nationalitäten. Die wesentlichen Rädelsführer sind der Polizei bekannt. Einige sind bereits mehrfach in Erscheinung getreten. In der Regel werden Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen gesucht. Nichtige Anlässe entwickeln sich, angereichert durch Provokationen, zu Körperverletzungsdelikten. Unbeteiligte kommen im Regelfall nicht zu schaden. Feste Strukturen innerhalb der Gruppen sind nicht erkennbar.

Die Rädelsführer scharen jedoch bewusst Mitläufer um sich, die erlebnisorientiert sind und nicht von vornherein auf strafbaren Handlungen aus sind. Sie könnten von den bekannten Straftätern allerdings beeinflusst werden. Darüber hinaus sind bei dem gestrigen Einsatz zahlreiche Schaulustige in Erscheinung getreten.


Was war am Montag in Flensburg passiert?

Die Polizei erhielt am Montagvormittag davon Kenntnis, dass sich Jugendliche für den Nachmittag zu einer Auseinandersetzung in einer Einkaufspassage in der Flensburger Innenstadt verabredet hätten. Ein konkreter Anlass oder Auslöser dafür wurden nicht bekannt. Gegen 16.40 Uhr wurden in der Galerie etwa 30 Jugendliche festgestellt. Es herrschte eine latent aggressive Stimmung, woraufhin den Anwesenden Platzverweise erteilt wurden. Im Laufe des Einsatzes wurden unterschiedliche Örtlichkeiten genannt, an denen sich Jugendliche aufhalten und eventuell prügeln würden. Den dort angetroffenen Jugendlichen wurden ebenfalls Platzverweise ausgesprochen.


Mann trug Spielzeugpistole bei sich

Bei der Kontrolle einer Person, die eine Waffe mit sich führen sollte, wurde eine Spielzeugpistole gefunden. Da der 21-jährige Mann aggressiv war und einem Platzverweis nicht nachkam, wurde er in Gewahrsam genommen. Ein 14-jähriger Jugendlicher, der diese Amtshandlung störte, wurde ebenfalls in Gewahrsam genommen.

Gegen 17:40 Uhr versammelten sich ca. 50 Personen im Bereich der Nikolaistraße. Die Stimmung war sehr aggressiv. Zwei Mädchen im Alter von 14 und 16 Jahren heizten die Stimmung an und forderten die Menge dazu auf, gegen die eingesetzten Polizeibeamten vorzugehen. Sie wurden in Gewahrsam genommen. Ein 17-Jähriger wurde ebenfalls in Gewahrsam genommen, da er dem zuvor erteilten Platzverweis nicht nachkam und äußerst aggressiv war.

Nach dem Einsatz wurde ein Körperverletzungsdelikt angezeigt, bei dem ein 14-jähriges Mädchen geschlagen wurde. Der Tatverdächtige soll bekannt sein. Während des Einsatzgeschehens wurden keine weiteren Anzeigen gefertigt, die angetroffenen und angesprochenen Jugendlichen haben sich nicht zu etwaigen Vorfällen geäußert. Verletzte Personen wurden nicht angetroffen.





Am Montagnachmittag (19. März 2018) ist es zu Jagdszenen zweier verfeindeter Jugendgruppen in Flensburg (Schleswig-Holstein) gekommen.
Wie das "Flensburger Tageblatt" berichtet, kam es im Bereich des Holms und den anliegenden Passagen und Parkhäusern zu handfesten Auseinandersetzungen.


Anführer festgenommen

Etliche Streifenwagen und zwei Hundeführer waren vor Ort im Einsatz, um die Lage zu beruhigen. Im "unübersichtlichen Bereich" der Innenstadt bildeten die Jugendlichen, laut dem News-Portal immer wieder neue Streitschwerpunkte, so dass die Situation für die Polizei schwierig in den Griff zu bekommen war. Die Auseinandersetzung der Jugendlichen hatte sich wohl in sozialen Medien angekündigt. Ein Zeuge hatte Beamte durch einen internen Chat-Verlauf auf die mögliche Eskalation hingewiesen, teilte die Polizei am Dienstag (20. März 2018) mit.

Die Behörden hatten die Lage gegen 19 Uhr endgültig im Griff: Fünf Personen wurden in Gewahrsam genommen. Die fünf Festgenommenen gelten als Anführer der Gruppen. "Wir hoffen, dass das die anderen jetzt ein bisschen abgeschreckt hat", so ein Sprecher gegenüber dem Lokalmedium.

Details, etwa wieso sich die Jugendgruppen zur Auseinandersetzung verabredet hatten oder ähnliches, sind derzeit noch nicht bekannt. Die Ermittlungen der örtlichen Polizei dauern derweil noch an.