Hamburg
Rettungseinsatz

Familiendrama: Vater will Sohn vor Ertrinken retten und schwebt jetzt selbst in Lebensgefahr - 6-Jähriger im Krankenhaus gestorben

Bei dem Versuch seinen sechsjährigen Sohn, der ins Wasser gefallen war, zu retten, brach ein 35-Jähriger in Hamburg zusammen. Wie nun die Polizei mitteilte ist der Junge im Krankenhaus verstorben. Sein Vater befindet sich noch immer in Behandlung.
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Taucher fanden den Sechsjährigen schließlich leblos unter Wasser. Auch sein Vater schwebt noch immer in Lebensgefahr. Symbolfoto: Sebastian Willnow/dpa
Taucher fanden den Sechsjährigen schließlich leblos unter Wasser. Auch sein Vater schwebt noch immer in Lebensgefahr. Symbolfoto: Sebastian Willnow/dpa

Bei dem Versuch, seinen Sohn aus einem Teich zu retten, hat ein 35-Jähriger in Hamburg einen Herz-Atem-Stillstand erlitten, teilte die Deutsche Presseagentur mit. Zu einem weiteren tragischen Familienunglück, bei dem ein zweijähriger Bub ertrank, kam es in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen).

Update vom 14. Juni 2019:

Der sechs Jahre alte Junge ist nach Polizeiangaben in der Uniklinik Eppendorf gestorben. Wie die Deutsche Presseagentur berichtet wird sein 35 Jahre alter Vater nach wie vor im Krankenhaus behandelt, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Der Vater hatte bei dem Versuch, seinen Sohn zu retten, einen Herz-Atem-Stillstand erlitten. Über seinen aktuellen Zustand war zunächst nichts bekannt. Der sechsjährige Junge hatte mit seinem Bruder am Ufer des Rückhaltebeckens gespielt und war dabei ins Wasser gefallen. Am Donnerstag sei er gestorben, hieß es nun.

Sechsjähriger fiel beim Spielen ins Wasser

Der 6-jährige Junge spielte am späten Montagabend im Stadtteil Neugraben mit seinem Bruder am Ufer des Rückhaltebeckens und fiel dabei ins Wasser, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Der Bruder holte daraufhin seinen Vater zu Hilfe.

Vater brach bei Rettungsversuch zusammen

Der Mann brach bei dem Versuch, das Kind zu retten, noch an Land zusammen - vermutlich als Folge der Aufregung, wie die Polizei weiter mitteilte.

Die hinzugerufenen Einsatzkräfte der Feuerwehr begannen zunächst mit der Reanimation des Mannes. Erst dann erfuhren sie, dass ein Junge in den Teich gefallen war und forderten einen Rettungshubschrauber und Taucher an.

Kind wurde leblos von Tauchern geborgen

Diese fanden das Kind schließlich leblos unter Wasser. Wie lange es dort gelegen hatte, war zunächst unklar. Der Einsatz der Feuerwehr mit insgesamt 50 Rettungskräften dauerte drei Stunden. Nach Angaben der Polizei schwebten am Dienstagvormittag sowohl der Junge als auch der Vater noch in Lebensgefahr.