München
Gewalt

Eskalation in Münchner Bordell: Mann zückt Handgranate

In einem Münchner Bordell hat ein Mann eine Handgranate gezückt. Im anschließenden Kampf mit einem Bordell-Angestellten wurde er verletzt.
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Ein Mann zog eine Handgranate, weil er mit den Arbeitsbedingungen der Prostituierten in einem Bordell in München unzufrieden war. Er wurde verletzt. Symbolfoto: Daniel Karmann dpa/lby
Ein Mann zog eine Handgranate, weil er mit den Arbeitsbedingungen der Prostituierten in einem Bordell in München unzufrieden war. Er wurde verletzt. Symbolfoto: Daniel Karmann dpa/lby

In einem Münchner Bordell hat ein Gast eine Handgranate gezückt. Das berichtet die Deutsche Presseagentur. Der 60-Jährige hatte sich nach Angaben der Polizei in der Nacht zum Montag zuvor lautstark über die Arbeitsbedingungen der Prostituierten beschwert. "Der Mann verließ das Lokal, kam wenig später zurück und zog aus seiner Tasche eine Handgranate", sagte eine Sprecherin.

Münchner Bordell: Polizei rückt mit Sprengstoffkommando an

Ein Angestellter stieß den Mann daraufhin zu Boden und verhinderte, dass der 60-Jährige den Sicherungsstift zog. Die Polizei rückte mit Sprengstoffkommando und einem Sprengstoffhund an. Die Handgranate russischer Bauart war echt, allerdings komplett leer. Zünder und Sprengstoff waren entfernt.

Der 60-Jährige brach sich bei dem Gerangel mit dem Angestellten der Sprecherin zufolge ein Sprunggelenk. Nach einer Vernehmung der Polizei kam er in ein Krankenhaus, in das er stationär aufgenommen wurde. Der 33 Jahre alte Bordell-Angestellte blieb unverletzt. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen gegen den Mann ein. Dabei sollte auch geklärt werden, woher er die Handgranate hatte.