Für einen lebensbedrohlichen Angriff auf einen Fan von Borussia Dortmund ist ein Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht Dortmund verurteilte den 34-Jährigen am Dienstag wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung. Vor Kurzem hat auch in der Kreisliga eine brutale Attacke für Aufsehen gesorgt, bei der ein Spieler seinem Gegner ein Stück Nase abgebissen hat.

Nach Ansicht der Richter trat er der Security-Mann den Fußballfan so heftig, dass dieser stürzte und sich beim Aufprall auf den Boden einen Schädelbruch mit Hirnblutungen zuzog. Das Opfer lag nach der Tat wochenlang im Koma. Heute ist der Mann fast vollständig erblindet und hat sein Gedächtnis, seinen Geruchs- und Geschmackssinn verloren.

Opfer legte sich mit Sicherheitsmann an: Beratungsresistenz und Beleidigungen führten offenbar zum folgeschweren Tritt

Nach dem Bundesligaspiel von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen am 20. Mai 2017 kam es am U-Bahnhof am Stadion zu einem Streit. Der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma war dort im Auftrag des örtlichen Verkehrsunternehmens eingesetzt, um die Menschenströme zu kanalisieren. Der später verletzte Fan wollte offenbar keinen Umweg laufen und legte sich mit dem Angeklagten an.

Im Prozess hatte der 34-Jährige erklärt, der Fan habe ihn fortwährend beleidigt. Er habe eine Trittbewegung in Richtung des Mannes gemacht. Er könne aber nicht mehr sagen, ob er diesen auch berührt habe. Die Richter hielten es jedoch für ausgeschlossen, dass das Opfer von selbst das Gleichgewicht verlor und stürzte.

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