Frankfurt (Oder)
Mord

Vater quält Tochter (2) zu Tode - Mädchen sei Störfaktor gewesen

Über Monate hinweg hat ein 29-jähriger Vater seine kleine Tochter misshandelt, gefesselt und geschlagen. Nach der Tortur fiel das Mädchen (2) ins Koma und starb. Nun wurde der Mann wegen Mordes verurteilt.
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Wegen Mordes wurde ein 29-Jähriger aus Brandenburg zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine kleine Tochter hatte die Tortur durch den Vater nicht überlebt.  Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Wegen Mordes wurde ein 29-Jähriger aus Brandenburg zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine kleine Tochter hatte die Tortur durch den Vater nicht überlebt. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Lebenslange Haft wegen Mordes an eigener Tochter: Das Landgericht Frankfurt (Oder) hat einen Vater aus Brandburg wegen schwerer Misshandlung verurteilt. Der 29-Jährige quälte über Monate hinweg sein zweijähriges Mädchen, bis der Körper die Qualen nicht mehr ertragen konnte.

Wegen Mordes bekam der Mann am Freitag lebenslänglich. Die Strafkammer sei überzeugt, "dass der Tod des Kindes auf das Handeln des Vaters zurückzuführen ist", erklärte die Vorsitzende Richterin bei der Urteilsverkündung.

Anklage: Mutter wollte Kind nicht, Vater sah es als Störfaktor an

Laut Anklage soll der 29-jährige Vater die damals Zweijährige über Monate hinweg misshandelt, gefesselt und geschlagen haben. Das Kind fiel nach schweren Verletzungen ins Koma und starb im April 2018.

Der Mann, der seit Jahren von Hartz-IV lebte und regelmäßig Alkohol und Drogen konsumiert haben soll, hatte das alleinige Sorgerecht für das Mädchen. Die leibliche Mutter hatte ihr Kind nicht gewollt. Spätestens seitdem der Vater 2016 eine neue Familie gegründet hatte, soll er laut Anklage die Tochter als Störfaktor angesehen haben.

In Unna hat eine Mutter ihre Tochter und sich selbst umgebracht: Mutter tötet Tochter (6) und legt Feuer in Mutter-Kind-Einrichtung.