Hermsdorf
Massenunfall

Dritte Massenkarambolage in zwei Tagen: Eine Tote, 17 Fahrzeuge verwickelt - chaotische Szenen auf A4

Bereits am Vorabend hatte es mehrere Verletzte und Tote bei schweren Massenunfällen in Thüringen gegeben. Am Montag krachte es schon wieder. Waren Straßenbauarbeiten schuld?
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Hermsdorf: Rettungskräfte sind an der Unfallstelle auf der Autobahn 4 im Einsatz. Eine Frau ist bei dem Unfall zwischen Hermsdorf und Rüdersdorf ums Leben gekommen. Mindestens neun Menschen wurden bei dem Unfall verletzt.Foto: Björn Walther/dpa
Hermsdorf: Rettungskräfte sind an der Unfallstelle auf der Autobahn 4 im Einsatz. Eine Frau ist bei dem Unfall zwischen Hermsdorf und Rüdersdorf ums Leben gekommen. Mindestens neun Menschen wurden bei dem Unfall verletzt.Foto: Björn Walther/dpa

Eine Serie schwerer Massenkarambolagen ereignete sich in Thüringen: Beim dritten Massenunfall auf Thüringer Autobahnen innerhalb von zwei Tagen ist am Montag eine Frau auf der A4 zwischen Hermsdorf und Rüdersdorf ums Leben gekommen.

Mindestens acht Menschen wurden bei dem Unfall verletzt, in den 17 Fahrzeuge verwickelt waren, wie ein Sprecher der Autobahnpolizeiinspektion sagte. Mehrere Menschen waren in ihre Fahrzeuge eingeklemmt.

Chaotische Zustände nach Unfall auf der A4

Helfer vor Ort berichten von chaotischen Zuständen, die Fahrzeuge waren ineinandergeschoben, standen teilweise sogar aufrecht. Laut einem Polizisten vor Ort waren wohl Straßenbauarbeiten auf der Gegenfahrbahn zumindest mitverantwortlich für den schweren Unfall: Laut Augenzeugen fiel dort Regen auf eine frisch geteerte Fahrspur. Dadurch sei Nebel aufgestiegen und haben kurzzeitig für sehr schlechte Sichtverhältnisse gesorgt.

Zwei Rettungshubschrauber und mehrere Rettungsfahrzeuge waren vor Ort. Die Unfallstelle war in Fahrtrichtung Dresden gesperrt.

Bereits zwei schwere Unfälle am Sonntag

Am Sonntag war es in Thüringen bereits zu zwei schweren Unfällen auf der Autobahn 71 gekommen, bei denen zwei Menschen starben.Auf der A71 waren dabei mindestens 45 Autos kollidiert, 32 Menschen wurden verletzt. Die Polizei war zunächst von 25 Verletzten und 50 Unfallautos ausgegangen. Auf der Gegenfahrbahn wurden fünf Autos in weitere Unfälle verwickelt.

Manche Autos fuhren demnach aufeinander auf, andere seien wegen der Glätte ins Schleudern gekommen und gegen die Leitplanke oder gegen Böschungen geprallt.

Wenige Stunden später hatte sich am Sonntagabend auf der A71 ein weiterer schwerer Unfall zwischen Sömmerda-Süd und Erfurt-Nord ereignet, bei dem zwei Menschen starben. Zwei Menschen wurden schwer, zwei leicht verletzt. Die Polizei war zunächst von vier leichtverletzten Menschen ausgegangen. Nach Angaben eines Sprechers gab es zwei aufeinander folgende Auffahrunfälle, an denen sechs Fahrzeuge beteiligt waren.