Dillenburg
Autobahn-Drama

Drama in Hessen: Vater stürzt Sohn (9) und sich selbst von Autobahnbrücke in den Tod

Ein Vater und sein neunjähriger Sohn sind auf der A45 bei Dillenburg in Hessen von der Ambachtalbrücke in den Tod gestürzt. Im Auto des Mannes fand die Polizei einen Abschiedsbrief.
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Ein 36 Jahre alter Mann hat seinen neun Jahre alten Sohn von einer Autobahnbrücke in Hessen gestürzt und ist dann selbst hinterhergesprungen.  Symbolbild: adrian/unsplash.com
Ein 36 Jahre alter Mann hat seinen neun Jahre alten Sohn von einer Autobahnbrücke in Hessen gestürzt und ist dann selbst hinterhergesprungen. Symbolbild: adrian/unsplash.com

Ein 36 Jahre alter Vater hat seinen neun Jahre alten Sohn auf der A45 in Hessen von einer Brücke gestürzt und ist dann selbst in den Tod gesprungen. Das teilte am Sonntag das Polizeipräsidium Mittelhessen mit.

Polizei findet Abschiedsbrief im Auto des Vaters

Im Auto des Mannes, das an der Autobahn auf der Brücke abgestellt war, fanden Ermittler nach der Tat vom Samstagabend einen Abschiedsbrief. Vater und Sohn waren den Behörden zufolge Deutsche. Der Mann lebte im Kreis Marburg-Biedenkopf, der Sohn im Kreis Siegen-Wittgenstein (Nordrhein-Westfalen) bei der Mutter. Eine vorbeifahrende Autofahrerin informierte am Samstagabend gegen 21.30 Uhr die Polizei.

Vater stürzt Sohn und dann sich selbst von Ambachtalbrücke auf A45 in den Tod

Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei gehen derzeit davon aus, dass der Vater zunächst seinen Sohn und dann sich selbst von der Ambachtalbrücke auf der A45 in den Tod stürzte.

Für Vater und Sohn auf der Landstraße zwischen Burg und Uckersdorf kam jede Hilfe zu spät. Noch während der ersten Ermittlungen, meldete sich die Mutter des Jungen wegen des auch in sozialen Netzwerken veröffentlichten Abschiedsbrief ihres Ex-Mannes bei der Polizei.

Zwar gibt es derzeit keine Hinweis auf eine Beteiligung weiterer Personen, trotzdem seien die Untersuchungen zu den Gesamtumständen noch nicht abgeschlossen, informiert die Polizei. Ebenso stellten die Beamten in ihrer Mitteilung klar: "Wegen möglicher Nachahmungstaten berichtet die Polizei üblicherweise nicht über Suizide oder Suizidversuche. Im vorliegenden Fall berichtete die Polizei ausnahmsweise wegen der bereits erfolgten Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und den damit verbundenen falschen Mutmaßungen und Rückschlüssen."

Hinweis der Redaktion: Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter http://www.telefonseelsorge.de. - Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/adressen/.

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