Neu-Ulm
Notfall

Weil sie ihr Handy retten wollte: Frau springt in Fluss und verschwindet spurlos - fieberhafte Suche

Sie wollte ihr Handy retten - und brachte sich so selbst in Gefahr: In Neu-Ulm sucht ein Großaufgebot nach einer 31-Jährigen, die in der Donau verschwunden ist.
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Eine 31-Jährige wird in Neu-Ulm vermisst: Sie soll in die Donau gesprungen sein, um ihr Handy zu retten. Symbolbild: Sebastian Willnow/dpa
Eine 31-Jährige wird in Neu-Ulm vermisst: Sie soll in die Donau gesprungen sein, um ihr Handy zu retten. Symbolbild: Sebastian Willnow/dpa

Update, 10.08.2019, 18.15 Uhr

Nach stundenlanger Suche rechnete die Polizei einem Sprecher zufolge am Samstagnachmittag nicht mehr damit, die Frau noch lebend zu finden. Zuletzt waren noch vier Boote der Wasserwacht im Einsatz. Es seien alle möglichen Bereiche nach der Vermissten abgesucht worden, hieß es. Die Einsatzkräfte stellten ihre Suche am Samstagnachmittag endgültig ein.

Einem Hinweis aus der Bevölkerung, wonach sich die 31-Jährige selbst aus dem Wasser gerettet haben könnte, ging die Polizei nach - zunächst ohne Ergebnis.

Auf der Suche nach ihrem Handy ist eine Frau in Neu-Ulm in der Donau verschwunden. Das Gerät war der 31-Jährigen in der Nacht zum Samstag nach Zeugenaussagen in den Fluss gefallen, wie die Polizei mitteilte.

Im Bereich einer Eisenbahnbrücke sei sie in den Fluss gestiegen, um nach dem Telefon zu tauchen. Sie sei noch ein Stück um die Pfeiler der Brücke geschwommen, plötzlich aber verschwunden. Ihr Mitbewohner habe dann den Notruf gewählt, sagte ein Polizeisprecher. Die Strömung in dem Bereich sei sehr stark.

Am Samstagvormittag war die Frau noch immer verschwunden. Einem Hinweis aus der Bevölkerung, wonach sie sich selbst aus dem Wasser gerettet haben könnte, gehe die Polizei derzeit nach, sagte ein Sprecher am Samstag.

Erfolglose Suche - konnte sich die Frau retten?

In der Nacht hatten Feuerwehr und Wasserwacht mit Tauchern das Wasser abgesucht. Bei der Suche nach der Vermissten waren zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehren Ulm und Neu-Ulm, der Wasserwacht, des THW und des Rettungsdienstes, unter anderem auch mit Booten, Sonargeräten und Tauchern, im Einsatz. Zudem waren mehrere Streifen der Ulmer und Neu-Ulmer Polizei sowie ein Polizeihubschrauber an der Suche beteiligt.

Nach einigen Stunden war die Suche jedoch erfolglos eingestellt worden. Es sei weiter unklar, ob die Frau ertrunken ist oder sich selbst an Land retten konnte, so der Sprecher.

Die Gefahren von Flüssen werden leider viel zu oft unterschätzt: Erst vor wenigen Tagen wurde in der Oberpfalz ein Toter geborgen - die Polizei geht von einem tragischen Unfall aus.

rowa/mit dpa

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