Bruckmühl
Bayerisches Rotes Kreuz

Rettungswagen sabotiert: Einsatzkräfte "fassungslos" - Spendenaktion gestartet

In Bayern wurde ein Fahrzeug des Roten Kreuzes sabotiert. Die Rettungskräfte waren auf dem Weg zu einem Einsatz. Auf Empörung über die Sabotage folgte nun eine Spendenaktion.
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In Bayern wurde ein Einsatzfahrzeug des Bayerischen Roten Kreuzes sabotiert. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa
In Bayern wurde ein Einsatzfahrzeug des Bayerischen Roten Kreuzes sabotiert. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa

  • BRK-Einsatzfahrzeug sabotiert
  • Rettungswagen bleibt liegen
  • Rettungskräfte sind empört
  • Spendenaktion findet großen Zuspruch
Sabotage an BRK-Fahrzeug: Im oberbayerischen Bruckmühl (Kreis Rosenheim) wurde vor wenigen Wochen ein Mannschaftstransportwagen des Bayerischen Roten Kreuzes sabotiert. Auf dem Weg zu einem Rettungseinsatz blieb das Fahrzeug liegen. Die Einsatzkräfte brachten das Fahrzeug zu einer nahe gelegenen Werkstatt. Dort wurde festgestellt, dass der Tank sabotiert wurde. Ein Unbekannter hatte den Tank randvoll gefüllt - allerdings nicht mit Benzin, sondern mit 59 Litern Wasser. Via Facebook machten die Einsatzkräfte ihrem Ärger Luft: "Wir sind fassungslos, maßlos enttäuscht und können keine Erklärung finden, wer auf solch eine Idee kommt uns so in unserer Einsatzbereitschaft zu schädigen" heißt es in einem Statement des Roten Kreuzes.

Sabotage: Einsatzkräfte sind "fassungslos"

Offenbar manipulierte der oder die unbekannten Täter den Tank, indem mit einem Trichter oder einen Schlauch das Benzin zunächst abgepumpt und anschließend mit Wasser befüllt wurde. Am BRK-Fahrzeug entstand ein nicht unerheblicher Schaden. Mehrere Tausend Euro kostet die Reparatur des Wagens. Man habe selbstverständlich Anzeige bei der Polizei erstattet, so das BRK. Von Seiten der Behörden, wurde noch kein aktueller Stand der Ermittlungen bekanntgegeben.

Da der Fall durch mediale Berichterstattung bekannt wurde und große Betroffenheit auslöste, wurde auf der Plattform gofundme.com kurzerhand eine Spendenaktion gestartet. Maxi Weiß, ein Mitarbeiter des BRK, veröffentlichte den Spendenaufruf: "Vor zwei Wochen wurde unser Mannschaftstransportwagen von einem unbekannten Täter mutwillig sabotiert" heißt es darin. Etwa 4000 Euro koste die Reparatur, so Weiß. Mittlerweile wurden bereits 1700 Euro (Stand: 10. Juli 2019) gesammelt. Via gofundme und Facebook bekommt das BRK viel Zuspruch. "Zu so einer Tat fällt einem echt nix mehr ein. Ich hoffe, dass euch der ganze Zuspruch hier aber auch zeigt, wie wichtig eure Arbeit ist und wie sehr sie geschätzt wird" schreibt beispielsweise Dominik Narrath. Auch auf der Spendenplattform meldeten sich einiger Nutzer zu Wort. Diana Rösner spendete zum Beispiel Geld, da auch ihre "Familie einmal auf dieses Fahrzeug angewiesen sein könnte!" Es bleibt abzuwarten, ob die gesamte Summe durch Spenden zusammengetragen werden kann. Die Polizei will demnächst den aktuellen Stand der Ermittlungen bekanntgeben.

Auch in Oberfranken ist es zu einem Angriff auf das Bayerische Rote Kreuz gekommen. 2018 wurde ein Auto des Patientenfahrdienstes angezündet. Das Fahrzeug wurde bei dem Brandanschlag schwer beschädigt.

Gaffer-Problematik: Polizei kämpft gegen Respektlosigkeit

Auf der A6 in Mittelfranken hat zuletzt ein mutiger Polizist mehrere Auto- und Lkw-Fahrer damit konfrontiert, dass sie gaffen. "Gaffen geht gar nicht" sagte die Polizei im Nachgang. Zuspruch für sein Handeln erhielt der Beamte von Seiten seiner Kollegen und der Bevölkerung. Ein Experte erklärt, warum Unfälle so viele Schaulustige anziehen.