München
Oktoberfest

Betrunken auf E-Scootern: Hunderte Wiesn-Besucher verlieren Führerschein

Die Polizei zieht Bilanz nach der Wiesn: Bei Alkoholfahrten gab es dieses Jahr einen Rekordwert. Der Grund: E-Scooter. In den zwei Oktoberfest-Wochen stoppte die Polizei 414 betrunkene Fahrer auf E-Tretrollern.
Artikel drucken Artikel einbetten
E-Scooter wurden vielen Wiesn-Besuchern zum Verhängnis. Denn Alkohol am Steuer ist auch hier verboten. Symbolbild: Fabian Sommer/dpa
E-Scooter wurden vielen Wiesn-Besuchern zum Verhängnis. Denn Alkohol am Steuer ist auch hier verboten. Symbolbild: Fabian Sommer/dpa

Betrunkene E-Scooter-Fahrer verlieren bei Wiesn reihenweise Führerschein: Was zunächst wirklich verlockend und praktisch klingt, wurde für viele Besucher zum Verhängnis. Denn dass man mit ein oder zwei Mass Bier nicht mehr Autofahren darf, weiß jeder. Doch auch die neuen E-Scooter, die seit diesem Jahr in vielen Großstädten zu finden sind, sind keine Lösung.

Betrunkene E-Scooter-Fahrer halten Polizei auf Trab

Insgesamt stoppte die Polizei in den beiden Festwochen 774 alkoholisierte Verkehrsteilnehmer. Deutlich über die Hälfte davon - genau 414 - waren auf E-Scootern unterwegs. Das berichtet die Polizei zum Ende der Wiesn.

469 Fahrer mussten sofort ihren Führerschein abgeben. Der Anteil der E-Scooter-Fahrer war hier bei 254 - auch wieder deutlich über die Hälfte. Die Polizei vermutet, dass die Wiesn-Gäste einfach sehr leichtsinnig mit den E-Scootern umgehen. Viele Besucher meinten, dass die angetriebenen Roller eher Spielzeug als Verkehrsmittel sind.

Die Zahl der Verletzten zeigt, dass E-Scooter nicht einfach nur witzig sind: 21 Unfälle mit E-Scootern, wobei 15 Menschen verletzt wurden, lautet die traurige Bilanz der Wiesn. Bei 13 Unfällen war Alkohol im Spiel.

Keine Neuigkeit: Betrunken Fahren ist verboten

Besonders erschreckend ist auch die Zahl der betrunkenen Autofahrer. 360 Autofahrer wurden alkoholisiert erwischt, im Vorjahr waren es 332. Bei 215 wurde der Führerschein sofort sichergestellt (2018: 192).