Potsdam
Bombendrohung

Bombendrohung gegen Justizzentrum - Anschlagsdrohungen in ganz Deutschland

In Potsdam ist eine Bombendrohung gegen das Justizzentrum eingegangen. Die Behörden sind alarmiert, denn in vielen anderen Städten Deutschlands sind am Freitag ähnliche Drohungen aufgetaucht.
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Gegen das Justizzentrum in Potsdam ist eine Bombendrohung eingegangen. Foto: Julian Stähle/dpa
Gegen das Justizzentrum in Potsdam ist eine Bombendrohung eingegangen. Foto: Julian Stähle/dpa

  • Gegen das Justizzentrum in Potsdam ist eine Bombendrohung eingegangen.
  • Sie kündigte eine Explosion am Freitag (11. Januar 2019) an.
  • Das Gebäude wurde evakuiert.
  • Die Drohung ist offenbar Teil einer Serie von Bombendrohungen. Zahlreiche weitere Gebäude in Deutschland sind von Evakuierungen betroffen, so wie der Bamberger Bahnhof. In Bamberg hat die Polizei Entwarnung gegeben.

Bombendrohung in Potsdam: Gegen das Justizzentrum in Potsdam wurde am Donnerstagabend (10. Januar 2019) eine Bombendrohung ausgesprochen. Die Polizei Brandenburg gab dies am Freitagmorgen bekannt. Es sei eine Drohung eingegangen, "die die Explosion eines Sprengsatzes am heutigen Tag angekündigt", so die Behörden.

Potsdamer Justizzentrum: Gebäude wurde geräumt

Gegenüber dem RBB bestätigte ein Polizeisprecher am Vormittag, dass das Gebäude des Justizzentrums evakuiert wurde. Derzeit suchen Sprengstoffspürhunde das Gebäude ab.

Es wurde vermutet, dass die Drohung Teil einer Serie an Bombendrohungen sei: Am Freitagvormittag sind gegen zahlreiche Gebäude in deutschen Städten Drohungen eingegangen - unter anderem gegen den Bamberger Bahnhof.

Ein Polizeisprecher sagte am Freitag: "Alles abgeschlossen, nichts gefunden." Man habe nichts Verdächtiges bei den Durchsuchungen des Justizzentrums gefunden. Alle Mitarbeiter konnten zurück ins Gebäude.

Teilweise wurden Landgerichte geräumt. Davon betroffen waren unter anderem Kiel, Wiesbaden, Erfurt, Magdeburg und Potsdam. Die Drohungen sind laut Polizei alle per E-Mail eingegangen. Der Magdeburger Polizei zufolge wurde in einer Mail mit einem bundesweiten Anschlag gedroht. Alle Mails wurde von anonymen Absender verschickt.

Kiel: Bombendrohung mit angeblicher Neonazi-Unterzeichnung

Eine Bombendrohung an das Landgericht Kiel ist mit "nationalsozialistische Offensive" unterschrieben gewesen. "Es ist eine Mail eingegangen, die mit "nationalsozialistische Offensive" gezeichnet ist", sagte ein Polizeisprecher am Freitag in Kiel. Zuvor hatte "KN-online" ("Kieler Nachrichten online") darüber berichtet. Die Staatsschutzabteilung der Kriminalpolizei Schleswig-Holstein ermittelt. Eine Einschätzung, wie real ein rechtsextremistischer Hintergrund sein könnte, sei bisher nicht möglich.

Wie in Kiel waren nach Drohungen am Freitag die Landgerichte mehrerer Städte in Deutschland geräumt worden. Betroffen waren auch Gebäude in Potsdam, Magdeburg, Erfurt, Saarbrücken und Wiesbaden. In allen Fällen sei die Drohung per E-Mail eingegangen, bestätigte die Polizei. Ob auch andere Schreiben ähnlich unterzeichnet waren wie in Kiel, war zunächst offen. Laut Polizei Magdeburg wurde in der Mail mit einem Anschlag auf bundesweiter Ebene gedroht. Der Absender sei anonym, hieß es weiter.

Das Kieler Landgericht ist inzwischen wieder zugänglich. "Der Einsatz ist beendet, es gab nichts", sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten Spürhunde den Außenbereich des Komplexes abgesucht, aber nichts Verdächtiges gefunden.

Erfurt: Arbeit am Landgericht läuft wieder

Nach einer Bombendrohung am Landgericht Erfurt und angelaufenen Ermittlungen hat die Polizei nichts Verdächtiges gefunden. Die Arbeit im Gericht konnte noch am Freitagvormittag wieder aufgenommen werden, sagte eine Sprecherin der Polizei. Etwa 20 Menschen waren vorübergehend in Sicherheit gebracht worden, teilte die Polizei mit. Zuvor war von rund 30 von der Evakuierung Betroffenen die Rede gewesen. Wie in anderen deutschen Städten, war die Bombendrohung in Erfurt als E-Mail eingegangen.

Auch die Landgerichte in Potsdam, Magdeburg, Wiesbaden und Kiel erhielten solche Drohungen. Nach Angaben der Polizei in Magdeburg wurde in der Mail mit einem Anschlag auf bundesweiter Ebene gedroht. Der Absender sei anonym, hieß es weiter.

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