Ramsau bei Berchtesgaden
Einsatz am Berg

Bergwacht rettet fränkische Wanderer am Watzmann: Ihr Rucksack war zu schwer

Ein Ehepaar aus Franken ist am Watzmann in Schwierigkeiten geraten und musste den Notruf wählen. Der Rucksack der Frau war zu schwer.
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Die Kapelle Sankt Bartolomä am Königssee vor dem Watzmann, der von der Morgensonne angestrahlt wird und sich im Wasser spiegelt. Am Watzmann musste die Bergwacht zwei Wanderer aus Franken retten, die ihren Rucksack nicht mehr schleppen konnten. Symbolfoto: Lino Mirgeler/dpa
Die Kapelle Sankt Bartolomä am Königssee vor dem Watzmann, der von der Morgensonne angestrahlt wird und sich im Wasser spiegelt. Am Watzmann musste die Bergwacht zwei Wanderer aus Franken retten, die ihren Rucksack nicht mehr schleppen konnten. Symbolfoto: Lino Mirgeler/dpa

Wegen zu schwerer Rucksäcke endete die Wandertour eines Paares über den Watzmann in einer fast achtstündigen Rettungsaktion. Die beiden Bergsteiger aus Mittelfranken wollten den 2713 Meter hohen Berg in den Berchtesgadener Alpen überschreiten, als der Frau unter der Last des rund 17 Kilogramm schweren Gepäcks die Kraft ausging. Gegen 18.20 Uhr setzte das Paar einen Notruf ab, wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) am Dienstag mitteilte.

Nebel und Dunkelheit machten am Montagabend einen Transport mit dem Rettungshubschrauber unmöglich. Deshalb brachte der Helikopter sieben Einsatzkräfte der Ramsauer Bergwacht zum rund 700 Meter tiefer gelegenen Watzmannhaus. Von dort mussten die Retter zu Fuß hinaufsteigen.

Die Einsatzkräfte versorgten die frierende und erschöpfte Frau unter anderem mit zuckerhaltigen Getränken, ehe sie in Begleitung und an einem Seil gesichert zum Watzmannhaus absteigen konnte. Der Weg dorthin dauerte drei Stunden. Das Paar habe dort übernachten und am nächsten Tag ins Tal hinabsteigen wollen, sagte ein BRK-Sprecher. Für die Helfer der Bergwacht war der Einsatz um 2 Uhr nachts beendet.

Auch in der Fränkischen Schweiz kommt es regelmäßig zu Einsätzen für die Retter: Wenn Freizeitsportler, Wanderer, Kletter oder andere Personen abseits der Wege in der Fränkischen Schweiz verunglücken, rückt die Bergwacht aus. Die gut ausgebildeten Helfer wissen, wo in der Region die größten Gefahren lauern.