Aschau im Chiemgau
Unfall mit Fahrerflucht

Aschau/Bayern: Autofahrer fährt junge Frau (23) nach Diskobesuch tot - Flüchtiger ermittelt

Bei einem Unfall mit Fahrerflucht in Aschau in Oberbayern ist eine 23 Jahre alte Frau von einem Auto erfasst worden. Sie ist jetzt hirntot. Der Verursacher flüchtete - jetzt wurde er festgenommen.
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Überall in Südbayern liegt Schnee. Auch in Aschau. Dort wurde eine Frau nachts von einem Auto erfasst.  Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Überall in Südbayern liegt Schnee. Auch in Aschau. Dort wurde eine Frau nachts von einem Auto erfasst. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Folgenschwerer Unfall im winterlichen Bayern: Auf dem Heimweg von der Diskothek wurde im oberbayerischen Aschau im Chiemgau eine 23-Jährige von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Später im Krankenhaus erklärten die Ärzte sie für hirntot.

Der Fahrer des Wagens sei geflüchtet, teilte die Polizei weiter mit.

Autofahrer ist geflohen - junge Frau ist hirntot

Anders als ihr Begleiter sei die Frau am Sonntagmorgen auf der Straße heimgelaufen - möglicherweise, weil diese bei den winterlichen Straßenverhältnissen besser geräumt gewesen sei als der Gehweg. Kurz vor 4 Uhr sei die 23-Jährige dann von dem Auto erfasst und auf die Gegenfahrbahn geschleudert worden. Der Fahrer des Wagens habe nicht angehalten, sondern sei weiter in Richtung Ortsmitte gefahren. Dabei verlor er ein Autoteil.

Die Polizei ermittelt und hatte eigenen Angaben zufolge bereits ein Fahrzeugteil sichergestellt, bei dem davon auszugehen sei, dass es zum Fahrzeug des flüchtigen Fahrers gehöre. Eine 23 Jahre alte Mitfahrerin hatte nach Polizeiangaben gemeldet, dass am Auto ihres Vater das verlorene und in den Medien gezeigte Fahrzeugteil fehlt.

Verdächtiger nach Unfallflucht festgenommen

Wie die Polizei am Dienstag mitteilt, konnte die Polizei einen Verdächtigen festnehmen. Auch gegen zwei Mitfahrer ermittelt die Polizei. Auf die Spur des mutmaßlichen Fahrers kamen die Ermittler nach der Auswertung von Videokameras.

Die Gruppe hatte sich in dem gleichen Club aufgehalten wie das Unfallopfer. Der 27-Jährige sollte am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Nach Polizeiangaben hat er eingeräumt, zur Unfallzeit am Steuer gesessen zu haben. Die beiden Mitfahrer kamen nach ihrer Vernehmung wieder auf freien Fuß. Gegen sie besteht der Verdacht der unterlassenen Hilfeleistung und der versuchten Strafvereitelung.

Am Freitagabend berichtet die Deutsche Presseagentur schließlich, dass sich der Verdacht gegen den festgenommenen Mann nicht erhärtet hat. Der 27-Jährige werde daher aus der Untersuchungshaft entlassen, teilte die Polizei am Freitag mit.Nach Polizeiangaben vom vergangenen Dienstag hatte er eingeräumt, zur Unfallzeit am Steuer gesessen zu haben.

Bei der Untersuchung des Wagens konnten laut Polizei "keine Spuren festgestellt werden, die darauf hinweisen, dass der Fahrer einen möglicherweise stattgefundenen Verkehrsunfall bemerkt haben müsste". Der Gutachter habe am Auto keine Beschädigungen festgestellt, "die einen sicheren Rückschluss auf einen Verkehrsunfall zulassen". Der Vorwurf der fahrlässigen Tötung und des versuchten Totschlags durch Unterlassen lasse sich daher "zum jetzigen Zeitpunkt nicht aufrechterhalten".