Ingolstadt

Erschreckendes Video: Trucker steuert Lkw mit 3 Promille - Irrfahrt durch Franken?

Glück im Unglück auf der A9: Ein sehr betrunkener Trucker war am Montag mit seinem Lkw unterwegs. Autofahrer verhinderten einen schweren Unfall. Führte die Irrfahrt auch durch Franken?
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Auf der A9 hat ein Lkw-Fahrer massiv den Verkehr gefährdet. Symbolfoto: pexels.com
Auf der A9 hat ein Lkw-Fahrer massiv den Verkehr gefährdet. Symbolfoto: pexels.com

Am Montagmittag (20. Januar 2020) hat die Verkehrspolizei einen 43-jährigen Lkw-Fahrer auf der A9 gestoppt. Der Trucker war zuvor mit seinem Sattelzug aufgefallen. Mehrere Autofahrer hatten die Polizei alarmiert. Der Grund für die Aufregung: Der Lkw fuhr in Schlangenlinien bei Ingolstadt über die Autobahn. Einzig das kluge Verhalten vieler Autofahrer verhinderte wohl einen schweren Verkehrsunfall.

A9: Polizei veröffentlicht Video von Lkw

Auf Höhe der Anschlussstelle "Manching" stoppten Beamte der Verkehrspolizei den Sattelzug. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von mehr als drei Promille. Der Mann war sichtlich stark betrunken. Während seiner Irrfahrt touchierte er mehrfach seitliche Leitplanken. Daran entstand ein Schaden von insgesamt 10.000 Euro. Die Behörden veröffentlichten via Twitter Videoaufnahmen, die die Szenen auf der A9 zeigen. Darauf ist zu sehen, dass der Lkw mehrfach die Fahrbahnmarkierungen überschreitet und der Fahrer so mögliche Zusammenstöße riskiert.

Die Polizei prüft aktuell, wie lange der Mann mit seinem Lkw auf der A9 unterwegs war. Seine Fahrt begann zu Beginn des Wochenendes in Belgien. Sein Ziel war Italien, wie eine Sprecherin der Polizei zu inFranken.de sagte. Der 43-Jährige fuhr bereits das ganze Wochenende durch Deutschland. Ersten Erkenntnissen durch die Auswertung der Route ergaben, dass er von Sonntag (19. Januar 2020) auf Montag eine Ruhepause eingelegt hatte - wo, ist unklar.

A9: Fuhr der betrunkene Lkw-Fahrer durch Franken?

Da er in Fahrtrichtung München unterwegs war und zuerst auf Höhe "Greding" auf der A9 auffiel, ist es sehr wahrscheinlich, dass der betrunkene Lkw-Fahrer ebenfalls durch den mittelfränkischen Bereich der Autobahn fuhr. Das konnte die Polizei jedoch bislang nicht bestätigen.

Der Trucker durfte logischerweise nicht mehr weiterfahren: Die Polizei nahm ihn mit auf die Dienststelle. Er durfte das Revier erst nach der Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 3000 Euro wieder verlassen. Eine sogenannte "Sicherheitsleistung" kann "bei ausländischen Staatsangehörigen im Strafverfahren erhoben werden", teilte die zuständige Polizei via Twitter mit.

Polizei warnt Autofahrer

Wie im Fall des betrunkenen Lkw-Fahrers auf der A9, warnt die Polizei Autofahrer davor, den Truck zum Anhalten bewegen zu wollen. Der richtige Weg sei, die Polizei zu alarmieren.

Auf die Frage eines Twitter-Nutzers hin, ob es legitim sei, den nachfolgenden Verkehr auszubremsen, antworteten die Beamten: "Nein, besser den nachfolgenden Verkehr mit eingeschaltetem Warnblinklicht auf die Gefahr aufmerksam machen. Ausbremsen oder aufhalten ist dagegen keine gute Lösung."

Auf der A9 hat sich am Dienstagmorgen ein schwerer Unfall ereignet: Dabei überschlug sich ein Auto und landete auf dem Dach.