Schwabach
Brand

Mittelfranken: Pöbelnder Autofahrer blockiert Feuerwehr - Rettungskräfte eilen zu Fuß zum brennenden Wagen

Auf der A6 in Mittelfranken kam es am Donnerstagabend zu einem Autobrand. Die Feuerwehr hatte Schwierigkeiten zur Unfallstelle zu gelangen. Dabei spielte ein 25-Jähriger eine zentrale Rolle.
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Auf der A6 in Mittelfranken kam es am Donnerstagabend zu einem Autobrand. Die Feuerwehr hatte Schwierigkeiten zur Unfallstelle zu gelangen. Dabei spielte ein 25-Jähriger eine zentrale Rolle. Symbolbild: pixabay.com / skeeze
Auf der A6 in Mittelfranken kam es am Donnerstagabend zu einem Autobrand. Die Feuerwehr hatte Schwierigkeiten zur Unfallstelle zu gelangen. Dabei spielte ein 25-Jähriger eine zentrale Rolle. Symbolbild: pixabay.com / skeeze
Auto fängt Feuer auf A6 bei Schwabach: Am Donnerstagabend (28. Juni 2018) ist es zu einem Autobrand auf der Autobahn 6 in Mittelfranken gekommen. Auf Höhe Schwabach bemerkte ein 31-Jähriger plötzliche Rauchentwicklung aus der Kühlerhaube seines Wagens. Der Vorfall ereignete sich zwischen den Anschlussstellen Schwabach-Süd und Schwabach-West. Der 31-jährige Mann atmete den giftigen Rauch ein, so dass er im späteren Verlauf den Abends in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Der Wagen des Mannes stand letztendlich in Vollbrand. Alarmierte Feuerwehrkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Schwabach eilten zur Unfallstelle, um den Brand zu löschen. Auf dem Weg zur Stelle des Unfalls auf der A6 wurde das Löschvorhaben durchkreuzt. Kurz vor der Unfallstelle hatte sich ein zäher Stau entwickelt, der ein Durchkommen der Feuerwehrfahrzeuge unmöglich machte. Alle Autofahrer wurde gebeten den Weg durch eine Rettungsgasse frei zu machen. Fast alle Verkehrsteilnehmer kamen dieser Bitte nach, bis auf Einer: Ein 25-Jähriger machte keine Anstalten den Weg frei zu machen. Stattdessen kurbelte er sein Fenster herunter und begann lautstark die Vorgehensweise der Feuerwehr zu kritisieren.


Mann gibt plötzlich Gas

Doch damit nicht genug: Der Autofahrer drückte plötzlich aufs Gas und scherte aus der Reihe auf dem rechten Streifen aus, um noch vor den Einsatzkräften der Feuerwehr am brennenden Auto am Unfallort vorbeifahren zu können. Als er dort ankam, ging es jedoch nicht weiter. Das brennende Auto versperrte den Weg auf der A6.



Spontan kam der Autofahrer zur Besinnung und ordnete sich wiederum rechts ein. Jedoch ragte das Heck seines Wagens derart nach links heraus, dass es auch an dieser Stelle nicht möglich war zum Unfallort zu kommen.


Feuerwehrleute stürmen zum brennenden Auto

Erst nach einigen Minuten gelang es dem 25-Jährigen Einzuscheren und der Weg war frei. Das Feuerwehrfahrzeug konnte schließlich zum Unfall fahren und den Brand löschen. Das Auto war mittlerweile komplett ausgebrannt.

Der 25-Jährige aus dem Landkreis Roth hat nun ein Strafverfahren wegen unterlassener Hilfeleistung am Hals. Er muss sich nun bezüglich der neu geschaffenen Form der "Behinderung von hilfeleistenden Personen" verantworten.
red/tu