Ettlingen
Tödliches Unglück

Busunglück auf der A5: Rettungsgasse funktioniert nicht - Polizei zeigt 120 Verkehrssünder an

Auf der Autobahn 5 ist es am Mittwoch zu einem tödlichen Busunglück gekommen. Der Bus kam aus der Nähe von Bayreuth. Dabei starb eine 30-Jährige Reiseleiterin aus Franken . Bei dem Unfall gab es Ärger mit der Rettungsgasse. Das hat nun Folgen für einige Autofahrer.
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Rettungsgasse bei Busunglück funktioniert nicht: Beim schweren Busunfall auf der A5 bei Ettlingen (bei Karlsruhe, Baden-Württemberg) ist am Mittwoch eine Seniorengruppe verunglückt. Dabei kam eine 30-jährige Frau ums Leben. Der Bus stammt aus der Region Bayreuth.

 


Anzeigen gegen 120 Rettungsgassen-Blockierer

Einige Blockierer der Rettungsgasse müssen neben einem Bußgeld und Punkten jetzt auch mit Fahrverboten rechnen. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte, werden in mindestens fünf Fällen, in denen Helfer oder Abschleppwagen längere Zeit behindert wurden, zusätzlich einmonatige Fahrverbote ausgesprochen. Insgesamt zeigt die Polizei nach dem Unfall am Mittwoch 120 Verkehrsteilnehmer wegen Blockierens der Rettungsgasse an. Sie müssen mit zwei Punkten in Flensburg und 200 Euro Bußgeld rechnen.

 

 


Biker fährt Polizei in Rettungsgasse hinterher

Die Beamten ermitteln derzeit auch gegen Motorradfahrer, die Polizeiwagen in der Rettungsgasse hinterhergefahren sind. "So eine Dreistigkeit muss bestraft werden", sagte ein Sprecher. Wenn Rettungskräfte zu Unfällen eilen, kann es auf Minuten ankommen. Doch immer wieder werden Polizei, Feuerwehr und Ärzte gebremst, weil ihnen der Weg versperrt ist - von neugierigen Gaffern mit gezückten Handykameras oder blockierten Rettungsgassen auf mehrspurigen Straßen. Um das zu unterbinden, gibt es satte Strafen.