Oberhaid
Polizeieinsatz

Polizeieinsatz in Oberhaid beendet: Polizeihund überwältigte Bewaffneten

Am Donnerstagabend hat in Oberhaid das SEK mit Hilfe eines Hundes einen bewaffneten Mann überwältigt, der sich auf dem Balkon verschanzt hatte.
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Fotos: Ferdinand Merzbach
Fotos: Ferdinand Merzbach
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Am Donnerstagabend hat die Polizei in Oberhaid im Kreis Bamberg einen Mann überwältigt, der mit einer Schusswaffe in der Hand auf dem Balkon eines Wohnhauses stand und damit drohte, sich selbst etwas anzutun. Bei dem Einsatz wurde der Mann leicht verletzt, weitere Personen waren nicht in Gefahr. Nach mehreren Stunden wurde der 29-Jährige mit Hilfe eines Polizeihundes außer Gefecht gesetzt und anschließend in Gewahrsam genommen.


Streit vorausgegangen

Laut Auskunft von Polizeisprecher Jürgen Stadter war der Aktion ein Streit mit der Mutter vorausgegangen. Gegen 16.45 Uhr sei bei der Polizei die Meldung über den Streit in der Wohnung in der Straße "Untere Steingrube" eingegangen. Als die ersten Einsatzkräfte der Polizei Bamberg-Land eintrafen, habe sich der 29-Jährige auf dem Balkon aufgehalten und sei augenscheinlich mit einer Pistole bewaffnet gewesen. Auf Aufforderung habe er die Waffe nicht weglegen wollen und äußerte, sich erschießen lassen zu wollen. Weitere Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt laut Stadter nicht mehr in der Wohnung.

Die mittlerweile eingetroffenen Einsatzkräfte weiterer Bamberger Polizeidienststellen sperrten die Umgebung weiträumig ab.

Weil der Mann nach wie vor eine Schusswaffe in Händen hatte und mit einer Gewalttat gedroht hatte, forderten die Bamberger Beamten Verhandlungsspezialisten an. Vorsorglich wurde auch ein Spezialeinsatzkommando aus Mittelfranken hinzugerufen.

Wie sich später herausstellen sollte, handelte es sich bei der Schusswaffe des Mannes um eine Schreckschusspistole.


Polizeihund beißt zu

Zur Vernunft bringen ließ sich der Mann durch gutes Zureden offenbar nicht. "Es wurde klar, dass sämtliche Möglichkeiten, das kommunikativ zu lösen, nicht zum Erfolg führen. Der Mann war nicht zugänglich", schilderte Polizeisprecher Stadter. Also habe man ihn um kurz nach halb acht Uhr mit einem Polizeihund überrumpelt.
"Gegen 19.30 Uhr drangen die Beamten des Spezialeinsatzkommandos mit einem Polizeidiensthund in die Wohnung im Dachgeschoss ein. Der Diensthund verbiss sich in den Mann und unmittelbar darauf konnten ihn die Einsatzkräfte festnehmen sowie die Waffe sicherstellen", schilderte Jürgen Stadter.

Dabei habe der 29-Jährige auch Bissverletzungen davontragen müssen. Der Mann, so Stadter, sei schließlich in Gewahrsam genommen und seine Verletzungen durch einen Arzt behandelt worden. Anschließend habe man ihn in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen.