Die Personen, nach verschiedenen Medienberichten zwischen 20 und 50, sind wahrscheinlich im Fahrzeug erstickt. Der Menschen im Lkw seien schon länger tot, abgestellt wurde der Laster offenbar am Mittwoch. Die Polizei fahnde mit den ungarischen Behörden nach dem Fahrer.

Nach Mitteilung des österreichischen Innenministeriums werden die kriminaltechnischen Untersuchungen an dem Lkw noch Tage dauern. Der Laster und seine Umgebung müssten vor Ort akribisch untersucht werden, um alle Beweismittel zu sichern und keine Spuren zu zerstören. Derzeit laufe in Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden die Ermittlung nach der Herkunft des Fahrzeugs. Auch bittet die Polizei mögliche Zeugen, sich zu melden. Es könnte sein, dass jemand das Abstellen des Lkw in der Pannenbucht bei Parndorf beobachtet habe.

Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) sprach am Donnerstag von einem "dunklen Tag", in Gedanken sei man bei den Opfern, ihren Familien und Freunden. "Schlepper sind Kriminelle. Und wer jetzt noch immer meint, dass es sanftmütige Fluchthelfer sind, dem ist nicht zu helfen", sagte sie laut ORF. Mikl-Leitner kündigte verstärkte Kontrollen in internationalen Zügen und im grenznahen Raum an. Auch ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter zeigte sich erschüttert. "Es war zu befürchten, dass es einmal Todesopfer" durch Schlepper gebe, sagte er.