Augsburg
Notbremsung

Betrunkene Geschwister überqueren Gleise - Zug muss notbremsen

Drei betrunkenen Geschwister haben am Augsburger Bahnhof mehrere Hauptgleise überquert. Ein Güterzug musste deswegen eine Notbremsung einleiten.
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Symbolfoto: Tobias Hase/dpa.
Symbolfoto: Tobias Hase/dpa.
Im Augsburger Hauptbahnhof überquerten in der Nacht von Freitag auf Samstag laut Polizeibericht drei betrunkene Geschwister mehrere Hauptgleise. Ein Güterzug musste deswegen eine Schnellbremsung einleiten. Anschließend sollen sie drei Männer am Bahnsteig geschlagen und bei ihrer Festnahme Widerstand geleistet haben. Ernsthaft verletzt wurde bei der Auseinandersetzung niemand.


Hauptgleise überquert

Da die Hauptunterführung des Bahnhofs wegen Bauarbeiten gesperrt war und sie ihren abfahrbereiten Zug nach München noch erreichen wollten, überquerten kurz nach Mitternacht drei Geschwister mehrere Hauptgleise. Der Lokführer eines mit 40 Stundenkilometern einfahrenden Güterzuges erkannte die Personen im Gleis und leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Die drei konnten sich noch rechtzeitig auf den sicheren Bahnsteig retten.

Der Zug, bestehend aus 24 Wagen und einem Gesamtgewicht von etwa 1500 Tonnen, kam erst 30 Meter nach dem Ereignisort zum Stehen. Als ein Bahnmitarbeiter die beiden Frauen im Alter von 17 und 20 Jahren sowie ihren 22-jährigen Bruder auf ihr lebensgefährliches Handel ansprach, soll er geschlagen worden sein. Ein weiterer DB-Mitarbeiter und ein zu Hilfe eilender Reisender sollen ebenfalls Prügel bekommen haben.


Widerstand bei Festnahme

Als eine Streife der Polizei die drei festnehmen wollte, leisteten sie Widerstand. Die Beamten blieben unverletzt. Mehrere Streifen der Augsburger Bundes- und Landespolizei brachten die Lage wieder unter Kontrolle. Eine Atemalkoholprüfung ergab bei den beschuldigten Deutschen Werte zwischen 1,02 und 1,98 Promille.

Die Augsburger Bundespolizei hat gegen die aus dem Landkreis München stammenden Geschwister Ermittlungsverfahren wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.