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Nördlingen
Zwölf Stämme

Zwölf Stämme: Haftstrafe ohne Bewährung nach Prügelskandal

Erstmals ist ein Mitglied der Sekte "Zwölf Stämme" wegen Prügelstrafen für Kinder zu einer Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt worden.
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lick auf ein Holzschild , das den Besucher in Klosterzimmern bei Deiningen im Nördlinger Ries begrüßt. Dort lebt die Glaubensgemeinschaft der «Zwölf Stämme». Erstmals ist ein Mitglied der umstrittenen Sekte wegen Prügelstrafen für Kinder zu einer Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Foto: Daniel Karmann/dpa
lick auf ein Holzschild , das den Besucher in Klosterzimmern bei Deiningen im Nördlinger Ries begrüßt. Dort lebt die Glaubensgemeinschaft der «Zwölf Stämme». Erstmals ist ein Mitglied der umstrittenen Sekte wegen Prügelstrafen für Kinder zu einer Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Foto: Daniel Karmann/dpa
Das Amtsgericht Nördlingen verhängte gegen eine 56-Jährige eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren. Entsprechende Medienberichte bestätigte am Freitag der Amtsgerichtsdirektor. Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Prozess am Donnerstag drei Jahre Haft verlangt, die Verteidigung eine Bewährungsstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Lehrerin der Glaubensgemeinschaft soll sechs Kinder geprügelt haben, die heute teils noch im Kindesalter oder junge Erwachsene sind. Nach einem Bericht der "Augsburger Allgemeinen" sagten Zeugen aus, die Frau sei besonders brutal gewesen. Die Angeklagte habe in dem Prozess die Schläge zugegeben, aber keine Reue gezeigt. Bereits mehrfach wurden Sektenmitglieder wegen der Prügelstrafen verurteilt, allerdings zu niedrigeren Strafen.