28 bayerische Stadt- und Landkreise werden nun mit erneuten Impfstoff-Sonderkontingenten im Kampf gegen das Coronavirus unterstützt. Das verkündete am Donnerstag (17. Juni 2021) Gesundheitsminister Klaus Holetschek in München. "Der gleichmäßige Impffortschritt in den bayerischen Regionen ist mir sehr wichtig. Möglichst viele Menschen in ganz Bayern sollen ein Impfangebot erhalten. Einige Regionen haben beispielsweise eine geringere Ärztedichte. Deshalb haben wir dort eine geringere Impfquote in den Arztpraxen und damit im Ergebnis ein geringeres Angebot an Schutzimpfungen", erklärt er in einer entsprechenden Pressemitteilung. 

Holetschek kritisierte, dass durch die unterschiedliche Ärztedichte in bestimmten Regionen weniger Impfungen durch Arztpraxen verabreicht werden. "Das wirkt sich natürlich auf die gesamte Region aus." Nun soll mit den erneuten Sonderkontingenten ein Ausgleich geschaffen werden. Gemeinsam mit dem Bayerischen Landkreistag und dem Bayerischen Städtetag wurde ein Verfahren zur Verteilung des Impfstoffes und zum Ausgleich der regionalen Unterschiede erarbeitet. Die zusätzlichen Impfdosen werden den Impfzentren in Landkreisen und kreisfreien Städten angeboten, deren Impfquoten vonseiten der Arztpraxen um mehr als ein Prozent unter dem bayerischen Durchschnitt liegen. Die Menge des zusätzlich angebotenen Impfstoffs ist abhängig vom Grad der Abweichung.

Zusätzliches Impfstoff-Kontingent für Bayern: Nur vier Regionen in Franken profitieren

Holetschek erklärt: "Wir stellen insgesamt rund 100.000 Impfdosen Moderna zur Verfügung. Rund 50.000 Impfdosen für Erstimpfungen und noch einmal 50.000 Impfdosen für Zweitimpfungen. Die Dosen für die Erstimpfungen werden in drei Tranchen in den Kalenderwochen 24, 25 und 26 in den Impfzentren ankommen; dabei geht die erste Tranche an insgesamt neun Impfzentren. Dazu kommen noch Sonderlieferungen von Astrazeneca in Höhe von rund 40.000 Dosen - je 20.000 für Erst- und 20.000 für Zweitimpfungen -, die den 28 Regionen ebenfalls angeboten werden."

In Franken profitieren allerdings nur vier Regionen von dem Sonderkontingent. Der Impfstoff wird dort wie folgt verteilt: 

Je rund 7.000 Impfdosen, davon zunächst 2.500 für Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Moderna und bei Annahme des Angebots 2.000 für Erst- und Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca, gehen in Franken an:

  • Landkreis Haßberge

Die weiteren 2.500 Impfdosen für Zweitimpfungen Moderna folgen sechs Wochen später.

Je rund 4.800 Impfdosen, davon zunächst 1.700 für Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Moderna und bei Annahme des Angebots 1.400 für Erst- und Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca, gehen in Franken an:

  • Landkreis Coburg
  • Landkreis Bad Kissingen

Die weiteren 1.700 Impfdosen für Zweitimpfungen Moderna folgen sechs Wochen später.

Je rund 2.400 Impfdosen, davon zunächst 800 für Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Moderna und bei Annahme des Angebots 800 für Erst- und Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca., gehen in Franken an:

  • Landkreis Miltenberg

Die weiteren 800 Impfdosen für Zweitimpfungen Moderna folgen sechs Wochen später.

Die erste Tranche an Impfdosen des Impfstoffes von Moderna kommt am 18. Juni in den Impfzentren:

  • Landkreis Haßberge 
  • Landkreis Bad Kissingen 

Außerdem werden in dieser Woche die Impfdosen von Astrazeneca an die Landkreise und kreisfreien Städte ausgeliefert, die das Angebot angenommen haben.

In KW 26 erhalten die Impfzentren:

  •  Landkreis Miltenberg Impfdosen von Moderna.  

Gesundheitsminister Holetschek betonte: "Die zusätzlichen Lieferungen werden nicht von den Arztpraxen abgezweigt, sondern es handelt sich um eine Umverteilung des für die Impfzentren geplanten Impfstoffs. Ich freue mich, dass wir vier Wochen nach dem ersten Sonderkontingent nun schon weitere Sonderkontingente an die Impfzentren geben können. Für ganz Bayern ist das ein gutes Signal!“