In Bayern ist die Sorge groß. Wie wird es mit den Corona-Zahlen weiter gehen? Noch ist keine Entspannung in Sicht. Die Zahl der Neuinfizierten steigt und die Intensivbetten sind knapp.

Aufgrund dessen fordern unter anderem die SPD und die Freien Wähler in Bayern eine allgemeine Impfpflicht. In Sachsen fordert Linke-Fraktionschef Gebhard einen sofortigen, harten Lockdown.

Corona-Lage in Bayern dramatisch: Parteien fordern allgemeine Impfpflicht

Die Zahl der Corona-Infizierten in Bayern steigt und steigt. Am Sonntag (21. November 2021) meldete das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin für den Freistaat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 639,4 (Stand: 3.12 Uhr). An der Spitze - und das auch bundesweit - lag der niederbayerische Landkreis Freyung-Grafenau: Hier hatten sich dem RKI zufolge binnen einer Woche 1651,5 Menschen pro 100 000 Einwohner neu infiziert. Insgesamt neun Bezirke in Nieder- und Oberbayern liegen über der 1000er Marke und gelten als Hotspots.

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Die Hospitalisierungsinzidenz lag nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Bayern zuletzt bei 9,5 (Stand: 20. November, 8.00 Uhr). Pro 100 000 Einwohner gab es also statistisch innerhalb von sieben Tagen 9,5 Patienten, die wegen Corona in ein Krankenhaus aufgenommen wurden. Ungeimpfte waren demnach deutlich häufiger darunter als Geimpfte.

Angesichts der rasant steigenden Zahl an Corona-Infektionen fordert der Freie Wähler-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Florian Streibl, eine breite Debatte über eine allgemeine Impflicht.  Die SPD Oberbayern tritt ebenfalls für eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona ein. "Wir können diesen Teufelskreis der Pandemie nur mit einer hohen Impfquote durchbrechen", sagte der Bezirksvorsitzende Florian Ritter am Sonntag in München. "Wir dürfen nicht immer mehr Tote in Kauf nehmen, wir dürfen nicht die Krankenversorgung an die Wand fahren und wir dürfen nicht die Beschäftigten im Gesundheitswesen bis zum letzten auspressen."

Linke-Fraktionschef Gebhardt fordert harten Lockdown in Sachsen

In Sachsen fordert Linke-Fraktionschef Gebhard sogar einen sofortigen, harten Lockdown. "Die von der Staatsregierung beschlossenen Maßnahmen werden die vierte Welle nicht brechen und einen Kollaps der Krankenhäuser nicht verhindern", sagte Rico Gebhardt am Sonntag. Kontaktbeschränkungen nur im Freizeitbereich würden nicht reichen.

Das öffentliche und wirtschaftliche Leben müsse für alle nicht lebenswichtigen Bereiche für mindestens zwei Wochen zum Stillstand kommen. Erst danach könne es Lockerungen für Geimpfte und Genesene geben. Für Ungeimpfte solle es bei Kontaktbeschränkungen bleiben.

Sachsen schränkt angesichts rasant steigender Corona-Zahlen von Montag an weite Teile des öffentlichen Lebens ein. Außer Bibliotheken schließen alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bars, Clubs und Diskotheken. Das gleiche gilt für Weihnachtsmärkte. Die Beherbergung von Touristen ist untersagt. Die Gastronomie darf mit der 2G-Regel (geimpft/genesen) bis 20 Uhr öffnen. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 12. Dezember.

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