Die Schneedecke ist weg, die Temperaturen steigen. Bis Ende des Monats sind milde Luftmassen und durch ein überwiegendes Hochdruckgebiet nur wenig Regen zu erwarten. Wie Stefan "Wetterochs" Ochs erklärt, sei allerdings mehr Regen nötig, da die Niederschlagsmengen in diesem Winter nur durchschnittlich waren.

Die Hälfte aller Grundwasserpegel sei zwar wieder im Normalbereich, dies sei jedoch nur wenig nachhaltig. 

Es wird frühlingshaft: Temperaturunterschied von bis zu 40 Grad

Was die Temperaturen in Bayern und Franken anbelangt, wird es bis zum Sonntag (21. Februar) mehr und mehr Aufheiterungen geben - wir können uns auf Temperaturen von +14 bis +18 Grad freuen. Damit erleben wir allerdings einen recht krassen Temperaturunterschied von bis zu 40 Grad im Vergleich zu den letzten frostigen Tagen Anfang der Woche.

Das ist auch für Meteorologen ein ungewöhnlicher Wetterwechsel: "Eine Differenz von bis zu 40 Grad gibt es vielleicht alle zehn, zwanzig Jahre mal", sagte Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst am Freitag. Der Grund seien Luftströme, die sich um 180 Grad drehten. Nachdem laut dem DWD erst eisiger Wind aus Nordrussland nach Bayern kam, ist es nun milde Luft aus Südwesteuropa und Teilen Nordafrikas.

Frühlingshaft sollen die Temperaturen noch in der nächsten Woche bleiben - ohne große Unterschiede in den verschiedenen Regionen Bayerns, weil es sich um eine Großwetterlage handele, sagte der Meteorologe.

Wetterexperten warnen: Winter noch nicht abschreiben - Kälterückfall möglich

Dennoch sei es zu früh, den Winter abzuschreiben. Dass es nochmal einen Kälterückfall zum März hin in Bayern gebe, sei sehr sicher, ebenso nochmal Frost, Schnee und Straßenglätte. "Man sollte seine Winterkleidung im Schrank griffbereit halten", sagte Friedrich. Und noch nicht sein Auto umrüsten oder mit dem Pflanzen im Garten beginnen.

In Unterfranken behält die Polizei wie in den vergangenen Wochen beliebte Ausflugsziele etwa in der Rhön und dem Spessart im Blick, sagte Sprecher Björn Schmitt am Freitag. Bei Winterwetter waren dort Parkplätze wegen Auflüglern völlig überfüllt gewesen. Mit einem übergroßen Ansturm rechnet die Polizei aber nicht. mit dpa