München
Prozess

Wegen Kuhglocken-Lärm und Gülle-Gestank: Ehepaar klagt gegen Bäuerin

Ein Ehepaar aus dem oberbayerischen Holzkirchen möchte die Kuhglocken und die Gülle eines nahegelegenen Bauernhofes verbieten lassen. Vor dem Landgericht München beginnt am Freitag der Prozess gegen die Bäuerin und die Gemeinde.
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Das Ehepaar fühlt sich vom Lärm der Kuhglocken derart gestört, dass es vor Gericht zieht. Symbolfoto: pixabay/erge
Das Ehepaar fühlt sich vom Lärm der Kuhglocken derart gestört, dass es vor Gericht zieht. Symbolfoto: pixabay/erge

Ein Ehepaar fühlt sich von den Glocken der Kühe auf einer angrenzenden Weide gestört und will gerichtlich ein Ende des Gebimmels erreichen: Mit diesem Streit im oberbayerischen Holzkirchen befasst sich das Landgericht München II von diesem Freitag an (9.30 Uhr). Auch den Gestank nach dem Düngen mit Gülle will das Ehepaar nicht mehr dulden.

Klage gegen Bäuerin und Gemeinde

Nach dem Ehemann klagt jetzt in einem eigenen Verfahren auch seine Frau, sie tritt am Freitag erstmals als Klägerin auf. Ihre Klage richtet sich nicht nur gegen die Bäuerin, die das Weideland gepachtet hat, sondern auch gegen die Gemeinde, die ihr das Gelände als Ersatz für eine frühere Fläche gab.

In erster Instanz gescheitert

Der Ehemann war mit seiner Klage wegen der Kuhglocken in erster Instanz im Dezember 2017 gescheitert. Grund dafür war vor allem ein vor dem Amtsgericht Miesbach geschlossener Vergleich zwischen ihm und der Landwirtin im September 2015. Demnach sollten Kühe mit Glocken nur im mindestens 20 Meter entfernten Teil der Weide grasen. Allerdings brachte das kaum Entlastung. Der Ehemann wartet nun auf die zweite Instanz seines Verfahrens vor dem Oberlandesgericht München.

Erst kürzlich hat in München eine Mutter eine Petition gegen das Martinshorn von Rettungskräften gestartet, weil ihr Baby nicht schlafen konnte.