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Was verdient man eigentlich als Lehrer?

Für viele ist Lehrer ein Traumberuf. Allerdings ist nicht jeder, der vor einer Klasse steht, ein Beamter. Auch die Bezahlung ist unterschiedlich. Was verdient man als Lehrer?
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Nicht alle Lehrer verdienen das Gleiche. Die Unterschiede sind mitunter nicht gering. Symbolbild: Sebastian Gollnow/dpa
Nicht alle Lehrer verdienen das Gleiche. Die Unterschiede sind mitunter nicht gering. Symbolbild: Sebastian Gollnow/dpa

Nicht alle Lehrer verdienen das Gleiche. Was ein Lehrer verdient hängt unter anderem von dem Bundesland ab, in dem er unterrichtet, von der Schulart, an der er tätig ist und ob er Beamter oder Angestellter ist. Beamte erhalten eine Besoldung und verdienen in der Regel mehr als ihre angestellten Kollegen.

Beamte werden in jedem Bundesland unterschiedlich bezahlt, für Angestellte hingegen gilt ein bundesweit einheitlicher Tarifvertrag für Lehrkräfte - Ausnahmen: Hessen, Berlin und Ostdeutschland. Was kann man aber in Bayern als Lehrer verdienen?

Ab diesem Jahr gilt eine neue Besoldungstabelle für bayerische Beamte. Die Besoldung wird im Vergleich zu 2019 um 3,2 Prozent erhöht.

Ausschlaggebend ist die Eingruppierung

Ausschlaggebend für das Gehalt als Lehrer ist die Eingruppierung in die Besoldungsgruppe. Realschul- und Gymnasiallehrer werden in der Regel in A13 und Grund- und Mittelschullehrer in A12 eingestuft. Dementsprechend unterschiedlich verdienen auch beide - obwohl beides Lehrer sind.

Die Besoldung im Weiteren hängt von den Arbeitsjahren ab. Lehrer werden bei Berufseinstieg meistens in die Besoldungsgruppe A12 oder A13 und der Gehaltsstufe 1 eingeordnet. Die höchste Gehaltsstufe erreichen sie gewöhnlich nach 28 Jahren. Das heißt, 2020 erhalten Grund- und Mittelschullehrer zwischen 3925 und 4874 Euro, Realschul- und Gymnasiallehrer 4580 und 5417 Euro Grundgehalt.

Angestellte verdienen weniger

Angestellte Lehrer hingegen werden nach einheitlichem Tarif bezahlt. In Bayern gilt der TF-L, der sich von jenem im Osten, in Hessen und Berlin unterscheidet. Grund-, Haupt- (bzw. Mittel-) und Realschulen werden dort der Entgeltgruppe 11 zugeordnet. Berufsschul- und Gymnasiallehrer werden der Gruppe 13 zugeordnet. In Gruppe 11 verdienen Lehrer zwischen 3490 und 5166, und in Gruppe 13 zwischen 4002 und 5798 Euro brutto.

Die Gehaltsunterschiede können mitunter also recht groß ausfallen. Ein Beispiel: Ein Grundschullehrer verdient in der Gehaltsstufe 4 demnach etwa 500 Euro mehr, wenn er nicht verbeamtet ist.

Allerdings kommen bei Angestellten noch Kosten für Alterssicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung hinzu, weswegen sie netto dann doch weniger verdienen als Beamte. Etwa 20 Prozent des Brutto-Gehaltes müssen Angestellte für Renten-, Kranken- oder Pflegeversicherung zahlen. Beamte hingegen zahlen den Anteil an der privaten Krankenversicherung selbst.

In Bayern fällt dieser Unterschied allerdings weniger ins Gewicht, da die allermeisten Lehrer nicht angestellt, sondern verbeamtet sind. Dennoch gilt: Ein verbeamteter Lehrer am Gymnasium verdient rund 600 Euro mehr als sein verbeamteter Kollege an einer Grund- oder Mittelschule.