München
Landtagswahl

Wählerwanderung: Zu diesen drei Parteien wechselten bisherige CSU-Wähler

Die CSU hat bei der Landtagswahl massiv an Stimmen verloren. Davon profitieren drei Parteien besonders, während eine weitere Gruppe den Christsozialen massiv unter die Arme Arme gegriffen hat. Dies zeigt eine Analyse zur Wählerwanderung.
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An drei Parteien hat die CSU - hier bei der Wahlparty am Abend  - bei der Landtagswahl besonders viele Stimmen verloren. Das zeigt eine Analyse der Wählerwanderung.   Foto: Kay Nietfeld/dpa
An drei Parteien hat die CSU - hier bei der Wahlparty am Abend - bei der Landtagswahl besonders viele Stimmen verloren. Das zeigt eine Analyse der Wählerwanderung. Foto: Kay Nietfeld/dpa

An wen hat die CSU die meisten die Stimmen verloren? Die Antwort auf diese Frage fällt überraschend aus. Denn die größte Wanderung erfolgte in zwei gegensätzliche Lager, von den Ex-CSU-Wählern wechselten jeweils 180.000 zur AfD und zu den Grünen. Fast ebenso stark profitierten die Freien Wähler, zu ihnen zog es rund 170.000 ehemalige CSU-Stimmen. Dies zeigt eine Analyse der Wahl- und Politikforscher von Infratest dimap.

Hier geht es zu den Grafiken zur Wählerwanderung bei CSU und SPD

Interessant: Das Ergebnis der Partei von Ministerpräsident Markus Söder wäre noch bescheidener ausgefallen, wenn die vormaligen Nichtwähler nicht gewesen wären. Satte 200.000 Stimmen kamen von Bürgern, die an der vergangenen Landtagswahl 2013 gar nicht teilgenommen hatten. Und immerhin 100.000 Stimmen kamen von der SPD, wechselten also von Rot zu Schwarz.

Wähler wenden sie von SPD ab und den Grünen zu

Apropos Sozialdemokraten: 210.00 Stimmen, die bei der vergangenen Wahl noch von Kreuzchen bei der SPD stammten, landeten diesmal bei den Grünen. Daneben verlor die SPD ordentlich an CSU (100.000) und die Freien Wähler (70.000 Stimmen).

Die Grünen erhielten, wie erwähnt, den meisten Zulauf aus dem Lagern von SPD (210.000 Stimmen) bzw. CSU (180.000). Aber auch sie kamen bei den Nichtwählern von 2013 gut an (120.000). Bei einem weiteren Wahlgewinner, den Freien Wählern, sieht die Wanderung wie folgt aus: 170.000 Stimmen kamen von früheren CSU-Wählern, je 70.000 SPD-Wähler und Nichtwähler entschieden sich diesmal für die FW.

180.000 Stimmen wandern von der CSU zur AfD

Weil sie bei der letzten Wahl noch keine Bedeutung hatte, kann die AfD bei der Landtagswahl 2018 ausschließlich Zugewinne für sich verbuchen. Überwiegend wanderten CSU-Wähler weiter nach rechts - 180.000, aus dem Lager der vormaligen Nichtwähler kamen 170.000 Stimmen. Zum Einzug der FDP in den Landtag trugen insbesondere ehemalige CSU-Wähler (40.000 Stimmen) und Nichtwähler (30.000) bei.

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