Vulkan in Deutschland: Wissenschaftler des Deutschen Geo-Forschungszentrums in Potsdam (Brandenburg) haben vulkanische Aktivitäten im Dreiländereck zwischen Tschechien, Bayern und Sachsen erfasst.

Gegenüber der "Freien Presse" sagte Torsten Dahm, einer der Erdbebenforscher, dass eine zunehmende Aktivität registriert wurde. Der letzte Erdbebenschwarm umfasste im Frühjahr 2018 rund 1000 Beben. Circa jedes zehnte Beben (also rund 100 Stück) lag im spürbaren Bereich.

Vieles spreche dafür, dass sich unter dem Egerbecken eine Magmakammer befindet. Dieses Gebiet erstreckt sich über 270 Kilometer und liegt zwischen Sachsen und Tschechien.

Um die Folgen eines möglichen Ausbruches abschätzen zu können, werden derzeit Bohrungen im Dreiländereck unternommen. Die Forscher erhoffen sich bereits dieses Jahr stichhaltige Ergebnisse der Untersuchungen. Die Bohrungen gehen rund 400 Meter in die Tiefe.

Derzeit ist der Vulkan noch nicht aktiv. Jedoch deutet die gemessene Aktivität darauf hin, dass sich bereits in 30 Jahren ein aktiver Vulkan in Sachsen befinden könnte.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels war die Rede von einem "erwachenden Vulkan". Laut Experten ist diese Aussage nicht korrekt. Zwar hängen die vermehrt auftretenden Schwarmbeben mit Magmatismus zusammen; aus dieser Erkenntnis könne man jedoch nicht auf das "Erwachen" eines Vulkans schließen.

red/tu