Die Pflegekräfte sind von der Corona-Pandemie besonders betroffen. Sie arbeiten seit Monaten an der Belastungsgrenze. Zu Beginn der Krise gab es dafür noch viel Applaus. Zahlreiche Menschen standen abends auf Balkonen oder an Fenstern und klatschten für den Einsatz der Pflegerinnen und Pfleger.  Eine Geste der Dankbarkeit. Mehr als Symbolpolitik ist seitdem aber nicht passiert. Noch immer sind die Pflegekräfte gerade auf den Intensivstationen überlastet, noch immer sind einige unterbezahlt, noch immer arbeiten viele am Rande der Selbstausbeutung. Die Ampel-Koalition hat den Pflegekräften zwar eine Milliarde Euro versprochen - wie das Geld jedoch verteilt werden soll ist bisher unklar. 

Um die Arbeit der Pflegekräfte auch monetär zu würdigen, machte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) einen Vorschlag. "Wenn wir unseren Pflegekräften in Deutschland nach dem verdienten Applaus, der irgendwann auch verhallt, ein wirklich spürbares Zeichen unserer Dankbarkeit zukommen lassen wollen, sollten wir ihre Gehälter mindestens für die nächsten zwölf Monate steuerfrei stellen", sagte der CSU-Politiker gegenüber der Bild am Sonntag. Für viele wäre eben das eine enorme Entlastung.

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Auch sonst wurde Holetschek deutlich. Es ärgere ihn, dass die SPD - die in der neuen Regierung das Gesundheitsministerium führt - den Ressortchef erst Anfang Dezember offiziell bekannt geben will. "Beschämend" sei das, sagt der CSU-Politiker. "Zudem, wenn ich bedenke, dass mit Karl Lauterbach ein erfahrener Arzt und Epidemiologe zur Verfügung steht, der als Corona-Fachmann immer im Team Umsicht und Vorsicht war", äußerte Holetschek. 

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