München
Mobilität

Verkehrsminister will Bürgerbusse im ländlichen Raum - erste Projekte in Franken laufen schon

Bürgerbusse sorgen für mehr Mobilität im ländlichen Raum. Bayerns Verkehrsminister will das Verkehrsangebot auf dem Land mit Bürgerbussen weiter verbessern. Vor allem dort, wo es beim Öffentlichen Nahverkehr Lücken gibt.
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Im unterfränkischen Hammelburg gibt es bereits seit zehn Jahren einen Bürgerbus. Solche Modelle sollen nach dem Willen des bayerischen Verkehrsministers Hans Reichhart (CSU) ausgeweitet werden. Foto: Arkadius Guzy/Archiv
Im unterfränkischen Hammelburg gibt es bereits seit zehn Jahren einen Bürgerbus. Solche Modelle sollen nach dem Willen des bayerischen Verkehrsministers Hans Reichhart (CSU) ausgeweitet werden. Foto: Arkadius Guzy/Archiv

Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) will das Verkehrsangebot auf dem Land mit Bürgerbussen verbessern.

Bürgerbusse sollen ÖPNV ergänzen - Ehrenamtliche am Steuer

Die von Ehrenamtlichen gesteuerten Busse sollen den Öffentlichen Nahverkehr ergänzen und die Versorgung dort verbessern, wo es beim ÖPNV Lücken gibt, wie das Ministerium am Montag in München mitteilte. Es gebe schon einzelne derartige Projekte, etwa in den mittelfränkischen Orten Fürth und Langenzenn sowie im schwäbischen Monheim. In Hammelburg (Unterfranken) gibt es einen Bürgerbus schon seit zehn Jahren. Als ehrenamtliche Busfahrer seien dort schon jetzt unter anderem Senioren zwischen 60 und 70 Jahren unterwegs.

Freistaat fördert Anschaffung der Busse

Die kleinen Busse können bis zu acht Fahrgäste befördern. Der Freistaat fördere die Anschaffung mit 50 Prozent, das sind bis zu 20.000 Euro pro Bürgerbus. Für barrierefreie Fahrzeuge gebe es bis zu 30.000 Euro. "Unser Ziel ist es, den Kommunen einen Werkzeugkasten an die Hand zu geben, aus dem sie sich für ihre jeweilige Region bedienen können. Die Bürgerbusse sind ein wichtiges Instrument für den ländlichen Raum", sagte Reichhart.

Wer sich ehrenamtlich ans Steuer setzen will, muss dazu eine Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung haben. Für den Erwerb dieses Scheines steuere das Ministerium eine Pauschale von 200 Euro bei.

Ein anderes Projekt, das für mehr Mobilität auf dem Land sorgen soll, sind die sogenannten Mitfahrbänke. In einigen Kommunen in Oberfranken gibt es sie schon. So funktionieren die Mitfahrbänke in Franken. dpa/ak

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