• Verdi Bayern fordert einheitliche Regelungen für Kitas und Schulen
  • Regelbetrieb oder eingeschränkter Betrieb sollen unter anderem von Inzidenzwert abhängig gemacht werden
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz von Mitarbeitenden wird vernachlässigt
  • Beschäftigte sollen Möglichkeit zur Impfung bekommen

Die Corona-Lage hat sich mittlerweile in Teilen Deutschlands etwas entspannt. In Franken gibt es beispielsweise fünf Regionen mit einer Inzidenz von unter 50. Daher wünschen sich viele, dass Schulen und Kitas wieder öffnen. Verdi Bayern hält jedoch dagegen und fordert einheitliche Regelungen.

Verdi fordert klare Regelungen für Kitas und Schulen

Verdi Bayern stellt klar, dass Schulen und Kitas nie ganz geschlossen gewesen sind. Die Betreuungsquote in Krippen und Kitas war regional teilweise wie im Regelbetrieb, teilt Verdi mit. Ob Regelbetrieb oder eingeschränkter Betrieb in einer Krippe oder Kita zur Anwendung kommen, müsste nicht nur vom Inzidenzwert, sondern von weiteren Umständen auch regional abhängig gemacht werden, so Zach. Das gelte insbesondere bei Auftreten von Virus-Mutationen. 

„Es braucht nun eine klare Regelung, welche Eltern ihre Kinder nachweisbar wegen Notbetreuung in Krippe und Kita geben können“, forderte Dr. Brigitte Zach, Leiterin des Fachbereichs Gemeinden bei ver.di Bayern. 

Zach macht außerdem deutlich, dass dem Arbeits- und Gesundheitsschutz für die Mitarbeitenden eine größere Bedeutung zukommen sollte. Vielfach werde von Risikopersonen Präsenz erwartet, FFP2-Masken werden aber nicht gestellt und die Öffnungszeiten werden nicht an das vorhandene Personal angepasst. Es seien beim Tragen von Masken auch mehr Pausen notwendig als ohne. Die Kinderbetreuung müsse in kleinen und festen Gruppen erfolgen. Den Beschäftigten müsse zudem die Möglichkeit zu kostenlosen und täglichen Tests gegeben werden. Das gelte auch für die zu betreuenden Kinder. 

"Man spielt mit der Gesundheit der Beschäftigten"

„Die Interessen der Eltern als Wähler und Vertragspartner dürfen den Bürgermeistern und Trägern nicht mehr wert sein als die Gesundheit ihrer Beschäftigten“, so Zach. Die Ängste der Beschäftigten müssten ernst genommen werden, forderte Zach: „Man spielt nicht mit der Gesundheit der Beschäftigten und hofft, dass es schon gut gehen wird.“ Den Beschäftigten müsse ferner die Möglichkeit gegeben werden, sich impfen zu lassen.  „Also keine Wiedereröffnung der Kinderbetreuungseinrichtungen ohne ausreichenden Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten“, betonte Brigitte Zach.