Die Briefbearbeitung und -zustellung werde durch den Streik in ganz Bayern erheblich beeinträchtigt, erklärte Verdi Bayern-Sprecher Anton Hirtreiter. Betroffen seien alle bayerischen Sortierzentren mit den Standorten Augsburg, Kempten, München, Freising, Landshut, Bayreuth, Amberg, Nürnberg, Straubing, Regensburg, Würzburg, Bamberg, Rosenheim und Schorn/Starnberg.

Außerdem komme hinzu, dass teilweise die Rückstände des letzten Warnstreiks noch nicht vollständig aufgearbeitet seien. "Mit diesem massiven Warnstreik wollen die Beschäftigten dem Postvorstand nochmals eindringlich vor der nächsten Verhandlungsrunde in Berlin am 1. und 2. Juni aufzeigen, wie geschlossen sie hinter den Forderungen stehen", sagt Hirtreite.

Die Beschäftigten seien nicht gewillt, den Vertragsbruch der Post, der unter anderem die Verlagerung von bis heute schon rund 6000 Arbeitsplätzen aus dem Haustarifvertrag zur Folge hatte, zu akzeptieren, betonte Hirtreiter.

Ab 1. Juni befindet sich Verdi auch beim Lohntarifvertrag nicht mehr in der Friedenspflicht. "Wir können und wollen eine Zuspitzung der Auseinandersetzung nicht ausschließen, wenn sich nicht endlich am Verhandlungstisch etwas bewegt", stellte Anton Hirtreiter klar.

Verdi fordert für die bundesweit 140.000 Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Geld und eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit um 2,5 Stunden auf 36 Stunden mit vollem Lohnausgleich. Die Post hatte unter anderem angeboten, den 24. und 31. Dezember als arbeitsfreie Tage einzuführen, woraus sich eine Stunde weniger Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich ergebe. ak/dpa