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Streitpunkt Ladenöffnungszeiten: Bayern-FDP verteidigt Vorstoß - "manche wollen sonntags arbeiten"

Die FDP in Bayern macht sich für flexiblere Ladenöffnungszeiten stark. Eine generelle Sonntagsöffnung soll es aber nicht geben.
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Der FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Bayern, Martin Hagen, hat Kritik am Vorstoß seiner Partei für flexiblere Ladenöffnungszeiten gekontert. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa
Der FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Bayern, Martin Hagen, hat Kritik am Vorstoß seiner Partei für flexiblere Ladenöffnungszeiten gekontert. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa
Der FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Bayern, Martin Hagen, hat Kritik am Vorstoß seiner Partei für flexiblere Ladenöffnungszeiten gekontert. "Auf dem Land wird das nichts ändern. In der Stadt wird es dafür sorgen, dass die Leute nicht mehr in den Bahnhof oder zur Tankstelle müssen, wenn sie einkaufen wollen", sagte er dem "Straubinger Tagblatt" (Mittwoch). Priorität hätten flexibler Ladenschluss von Montag bis Samstag sowie feste rechtliche Grundlagen für verkaufsoffene Sonntage in Bayern. Eine generelle Sonntagsöffnung sei auf Landesebene gar nicht möglich. "Dafür müsste das Grundgesetz geändert werden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.


Kritik kommt von Gewerkschaften und der CSU

An der Forderung nach flexiblen Öffnungszeiten die ganze Woche, die die FDP am Sonntag auf Antrag der Jungen Liberalen ins Wahlprogramm aufgenommen hatte, stoßen sich etwa Gewerkschaften und die CSU. So hatte Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer (CSU) argumentiert, eine Freigabe diene nur großen Handelsketten sowie Discountern.


Spätis sind im Grunde wie Tante-Emma-Läden

Dem hält Hagen entgegen, dass das nicht belegt sei. "Öffnungszeiten außerhalb der Kernzeiten sind eine Marktnische", sagte er der dpa. In Berlin beispielsweise kauften die Menschen abends in Kiosken, sogenannten Spätis, ein. "Das sind im Grunde Tante-Emma-Läden."



Auch von dem Argument des Sonntagsschutzes für Arbeitnehmer hält Hagen nicht viel. "Es sind ja nicht alle Christen oder haben Familie. Manche wollen gerade sonntags arbeiten." Zumal es für Sonntagsarbeit einen hundertprozentigen Gehaltszuschlag gebe - steuerfrei.
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