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Streik beim Bayerischer Rundfunk : Programme wurden umgeleitet - auch das Fernsehen ist betroffen

Die Beschäftigten des Bayerischen Rundfunks streiken am heutigen Mittwoch. Deshalb kommt es den ganzen Tag über bereits zu Programmveränderungen. Die Beschäftigten wollen einen neuen Gehaltstarifvertrag.
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24 Stunden dauert der Streik beim Bayerischen Rundfunk. Das Programm sendet heute mit Einschränkungen. Foto: Peter Kneffel/dpa
24 Stunden dauert der Streik beim Bayerischen Rundfunk. Das Programm sendet heute mit Einschränkungen. Foto: Peter Kneffel/dpa

Die Beschäftigten des Bayerischen Rundfunks streiken derzeit für 24 Stunden. Deshalb kommt es zu Beeinträchtigungen im Programm. Besonders betroffen sind beim Hörfunk die Wellen B5 aktuell, Bayern 2 und BR-Klassik. Sie alle wurden auf Bayern 3 umgeschaltet, BR Klassik sendet seit 14 Uhr wieder. Die digitalen Wellen BR Heimat, Bayern plus und PULS senden ein eigenes, aber reduziertes Programm. Für die Nachrichten konnte auf Bayern 3 und Bayern 1 den Nachmittag über ein drei-Minuten-Notfall-News-Paket gesendet werden, teilte die Rundfunkanstalt in einer Meldung mit.

Streiks beim BR: Fernsehen ebenfalls betroffen

Auch das Fernsehen ist von dem Streik betroffen: Anstelle der Live-Sendungen "Wir in Bayern", "Abendschau" und "Münchner Runde" gibt es beliebte Sendungen wie das "Gipfeltreffen" mit Werner Schmidbauer, zwei Dokumentationen mit Franz Xaver Gernstl und eine Dokumentation über das erste Nationale Naturmonument Bayerns, die Weltenburger Enge. Die "Rundschau" liefert hingegen die aktuellsten Nachrichten.

Ebenfalls kommt es im Web, bei den Apps und über die sozialen Medien zu Einschränkungen. Ob die Übertragung der 20 Uhr Tagesschau gewährleistet werden kann, steht aktuell noch nicht fest.

Die Gewerkschaften ver.di und Bayerischer Journalistenverband (BJV) verhandeln mit dem BR über einen neuen Gehaltstarifvertrag. Die Gehälter sollen in zwei Schritten um jeweils etwas über drei Prozent angehoben werden. Der BR bietet allerdings nur zwei Prozent. "Uns ist bewusst, welch gute Arbeit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten. Es ist uns ein Anliegen, dies auch angemessen zu vergüten", sagt der BR-Verwaltungsdirektor Dr. Albrecht Frenzel.