• Verbraucherpreise in Bayern steigen um 4,6 Prozent
  • Heizölpreis verdoppelt sich
  • Inflationsrate ohne Kraftstoffe und Heizöl bei 3,2 Prozent

Die Verbraucherpreise in Bayern sind im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent gestiegen. Das teilt das Landesamt für Statistik am Donnerstag mit. Preistreiber sind vor allem die Preise für Heizöl und Kraftstoffe. Heizöl hat sich im Vorjahresvergleich im Preis mehr als verdoppelt: Hier ist der Preis um 101,9 Prozent gestiegen. Kraftstoffe sind rund 34 Prozent teurer als im Oktober 2020. Auch ohne die Preistreiber sind die Preise um 3,2 Prozent gestiegen, so das Landesamt in einer Mitteilung.  Für Nahrungsmittel bezahlen Verbraucher im Oktober fast das Gleiche wie im September (+0,3 Prozent).

Auch ohne Mehrwertsteuererhöhung deutliche Inflation

Wie das Expertenteam des Bayerischen Landesamts für Statistik weiter mitteilt, erhöhen sich die Verbraucherpreise im Oktober 2021 im direkten Vergleich zum September insgesamt gesehen nur geringfügig (+0,5 Prozent). Der Heizölpreis hat sich jedoch auch hier stark verändert: Innerhalb eines Monats ist hier der Preis um fast 20 Prozent gestiegen. Kraftstoffe machen sich mit einem Plus von 5,6 Prozent bemerkbar. 

Beteiligt an der Steigerung im Vergleich zum Vorjahr ist auch die von Juli bis Dezember eingeführte Mehrwertsteuersenkung. Ohne diesen Faktor beträgt die Preissteigerung, die sogenannte Kerninflationsrate, nur 3,1 Prozent. 

Im Einzelnen verteilen sich die Preissteigerungen laut Landesamt für Statistik wie folgt: 

Nahrungsmittel

Preise für Nahrungsmittel steigen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,7 Prozent. Auch für Fleisch und Fleischwaren (+4,8 Prozent) erhöhen sie sich spürbar. Ebenfalls nach oben entwickeln sich die Aufwendungen für Gemüse mit einem Plus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Obst hingegen kostet nur wenig mehr als im Jahr zuvor (+0,7 Prozent).

Energie / Kraftstoffe

Zum Energiemarkt: Im Oktober 2021 sind Heizöl mit einem Anstieg von 101,9 Prozent und Kraftstoffe mit 34,2 Prozent deutlich teurer als im Vorjahr. Auch Gas wird teurer (+7,4 Prozent). Die Preise für Strom erhöhen sich vergleichsweise leicht um 2,8 Prozent.

Wohnungsmieten

Die Preisentwicklung bei Wohnungsmieten ohne Nebenkosten verläuft im Vergleich zum Gesamtindex unterdurchschnittlich. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen sie sich im Oktober um 1,7 Prozent.

Technische Produkte

Bei technischen Produkten zeigen sich die Preisveränderungen im Vergleich zum Vorjahr uneinheitlich. Während Verbraucher insbesondere für tragbare Computer 10,3 Prozent mehr als im Oktober 2020 bezahlen, sinken die Aufwendungen für die Anschaffung von Fernsehgeräten um 5,7 Prozent deutlich.