"Wenn mehr als zwei Zentimeter Schnee auf den Anlagen liegt, wird kein Strom mehr produziert", erklärte Hartmut Will von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie am Dienstag in München. Nur im Saarland werde noch kräftig eingespeist, sagte Peter Wächter vom Verein Sonnenkraft Freising, der rund 30 größere Anlagen rund um München verwaltet. "Momentan schweigen die Anlagen. Da geht fast gar nichts", sagte Wächter.
Auf Photovoltaikanlagen auf Hausdächern könne vereister Schnee wochenlang liegenbleiben - vor allem, wenn Fanggitter an der Dachkante ein Abrutschen verhinderten. Auf großen Freiflächen seien die Module zwar meist steiler aufgestellt. Aber wenn der Schnee erst einmal angefroren sei und bei Frost auch tagsüber nicht mehr taue, sei Schluss.
Bei diffusem Winterlicht sinke die Leistung unter 35 Prozent, erklärte Will. Aber wenn die blaue Oberfläche der Anlagen nicht mehr zu sehen sei, komme die Stromerzeugung ganz zum Erliegen. Theoretisch könnten Schnee und Eis abgekratzt werden, aber wegen der Arbeitskosten lohne das oft nicht. dpa