München
Nahverkehr

Söders Ziel: "Ein Euro pro Tag für den ÖPNV- egal wie lang und wie oft man fährt"

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will den Öffentlichen Personennahverkehr in Bayern grundlegend reformieren. Kernziel: Bus und Bahn sollen in Großstädten deutlich günstiger werden. Eine Jahreskarte soll dabei nur 365 Euro kosten. Vorbild ist das Wiener Modell.
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Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, fährt nach der Landung am Flughafen in Brüssel in einem Bus zum Terminal. Bus und Bahn in Bayerns Großstädten sollen nach den Plänen von Söder deutlich günstiger werden. Foto: Sven Hoppe/dpa
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, fährt nach der Landung am Flughafen in Brüssel in einem Bus zum Terminal. Bus und Bahn in Bayerns Großstädten sollen nach den Plänen von Söder deutlich günstiger werden. Foto: Sven Hoppe/dpa

Bus und Bahn in Bayerns Großstädten sollen nach den Plänen von Ministerpräsident Markus Söder deutlich günstiger werden. "Unser Ziel ist: ein Euro pro Tag für den ÖPNV- egal wie lang und wie oft am Tag man fährt. Bayern will neue Wege bei der Luftreinhaltung gehen und eine deutliche Stärkung des ÖPNV", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München. Ab spätestens 2030 sollen die Jahreskarten in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Würzburg für den öffentlichen Personennahverkehr nur noch 365 Euro pro Jahr kosten.

ÖPNV-Pläne in Bayern: Söders Vorbild ist Modell aus Wien

Vorbild ist dabei das sogenannte Wiener Modell, hier gibt es bereits seit 2012 ein 365-Euro-Ticket. Wie in der österreichischen Hauptstadt sollen auch in den fünf Modellregionen in Bayern nicht nur die in Summe mehr als 2,6 Millionen Einwohner in der Kernzone, sondern auch die Einpendler aus dem gesamten Ballungszentrum von der Neuerung profitieren. Laut Söder laufen bereits die Verhandlungen mit dem Bund über die Finanzierung. "Der Bund fördert die Verbesserung der Luftreinheit. Der Freistaat geht aber in Vorleistung und zahlt auch kräftig mit. Das ist eine ganz große Chance für die Verkehrswende und wird die Fahrgastzahlen des ÖPNV deutlich erhöhen."

Verkehrsoffensive: Lebensqualität erhöhen, Luft verbessern

"Ab Mitte 2020 wollen wir das umsetzen", betonte Söder. Das sei eine große Chance für die Verkehrswende und werde die Fahrgastzahlen erhöhen.

"Mit der grundlegenden Verkehrsoffensive werde nicht nur die Lebensqualität der Menschen erhöht und die Luftreinheit verbessert. Das sei auch die Alternative zu Fahrverboten. "Natürlich brauchen wir dann auch mehr Fahrzeuge und mehr Kapazitäten. Das wird es einen schrittweisen Ausbau erfordern und rund 10 Jahre dauern, bis alles umgestellt ist."