Nach teils monatelanger Zwangspause heißt es zumindest in bayerischen Regionen mit niedrigen Corona-Zahlen seit Montag (10. Mai 2021): Biergärten auf, Kinos auf, Theater auf - wenn auch unter Auflagen. Zudem dürfen in weiten Teilen Bayerns die Grundschulen wieder für alle aufsperren.

Die tagesaktuelle 7-Tage-Inzidenz Regionen in Franken sehen Sie jederzeit in unserer interaktiven Karte. Ein Überblick, welche Regeln seit Montag gelten:

Diese Corona-Regeln gelten seit Montag in Bayern

  • Biergärten: In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 darf nun die Außengastronomie wieder öffnen, allen voran die Biergärten. Eine der Einschränkungen aber: Um 22.00 Uhr muss Schluss sein. Stabile Corona-Zahlen heißt nach Worten von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), dass es etwa für einen Wochen-Zeitraum keine großen Ausschläge bei der Sieben-Tage-Inzidenz geben dürfe und die Tendenz eher fallend sein müsse. Fünf Tage in Folge soll die Inzidenz unter 100 liegen, danach braucht es zwei Tage zur Umsetzung, am achten Tag dürfe dann geöffnet werden, stellte sein Ministerium am Samstag klar und erteilte Genehmigungen für 13 Kreise und kreisfreie Städte.
  • Bei Werten zwischen 50 und 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche müssen Gäste vorher einen Termin buchen. Zudem gilt dann, wenn Personen aus mehreren Hausständen zusammen an einem Tisch sitzen, eine Corona-Testpflicht: Es muss dann ein maximal 24 Stunden alter negativer Schnelltest oder ein maximal 48 Stunden alter PCR-Test vorgelegt werden. Bei Inzidenzwerten unter 50 entfallen diese Auflagen. Biergärten, Straßencafés und Kinos sind seit Montag in folgenden fränkischen Regionen geöffnet: Landkreise Kitzingen und Würzburg  sowie die kreisfreien Städte Bamberg, Schwabach und Erlangen.

Regelungen im Detail: Das gilt beim Biergarten- und Bierkeller-Besuch

  • Theater und Kinos: Unter denselben Bedingungen und Voraussetzungen dürfen seit Montag auch Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen - wenn die Corona-Zahlen in der jeweiligen Region stabil sind.
  • Sport: In Regionen mit stabilen Corona-Zahlen unter 100 ist seit Montag auch kontaktfreier Sport in Gebäuden sowie Kontaktsport unter freiem Himmel wieder erlaubt - ebenfalls verbunden mit einer Testpflicht für alle Teilnehmer, die bei einer Inzidenz unter 50 wieder entfällt.
  • Schulen: An den weiterführenden Schulen bleibt es bis zu den Pfingstferien beim bisherigen strikteren Grenzwert 100 für Distanzunterricht. Grundschulen aber dürfen seit Montag bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 Wechselunterricht in allen Klassen anbieten. Entscheidend ist nicht mehr die Inzidenz vom Freitag der Vorwoche. Erst wenn an fünf aufeinanderfolgenden Tagen der jeweilige Schwellenwert unterschritten ist, gelten ab dem übernächsten Tag die entsprechenden Maßnahmen. Wurde also in einem Kreis ein Schwellenwert erstmals am Dienstag überschritten, kann erst am Samstag entschieden werden, wie am Montag der Folgewoche(übernächster Tag) der Unterricht organisiert wird.
  • Gleiches gilt für die 5. und 6. Klassen an Förderschulen. Ausnahmen gelten weiterhin unter anderem für Abschlussklassen und Viertklässler, die auch bei höheren Zahlen Wechselunterricht haben.
  • Körpernahe Dienstleistungen: In Regionen mit Sieben-Tage-Inzidenzen unter 100 können seit Montag alle bisher noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungen wieder starten - unter den gleichen Bedingungen, wie sie für Friseure und Fußpfleger gelten (etwa FFP2-Maskenpflicht).
  • Hundeschule: In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 165 können seit Montag auch Hundeschulen wieder öffnen.

Am Montag wurden weitere Details zu Corona-Lockerungen in Bayern verkündet - vor allem für den Tourismus-Bereich.