• Söder für "Sonderoptionen" für Geimpfte
  • Sie sollen weniger Einschränkungen haben
  • Söder deutlich "Es muss sich keiner impfen lassen"
  • Trotzdem: Impfen sei "am Ende die Lösung"

Söder hat erst kürzlich verlauten lassen, dass er eine Änderung der Impfreihenfolge für sinnvoll halte. In diesem Zusammenhang sprach er sich auch für eine Impfung für Kinder aus. Nun hat Söder eine neue Forderung: "Sonderoptionen" für Geimpfte. "Es kann auf Dauer nicht so sein, dass, wenn sich wahnsinnig viele Leute impfen lassen - andere nicht - für die, die sich nicht impfen lassen, alle anderen ein Stück weit dieselben Einschränkungen haben",  sagte er am Mittwochabend (24.02.2021) im Bayerischen Fernsehen.

Söder fordert: "Sonderoptionen" für Geimpfte 

Söder teilte im BR Fernsehen mit, dass es aktuell noch zu früh sei für eine konkrete Entscheidung, aber dass auf Dauer über neue Maßnahmen diskutiert werden müsse. Seine Ansicht nach kann es nicht sein, dass sich manche Menschen gegen Corona impfen lassen, aber andere nicht. Er betont: "Es muss sich keiner impfen lassen".  Dennoch ist er der Meinung das Impfen "am Ende die Lösung" im Kampf gegen Corona sei. 

Die Ansteckungsgefahr in Alten- und Pflegeheimen sei schon jetzt stark am Sinken. Sollten im Zusammenhang mit den Impfungen auch die Mortalität zurückgehen, müsse dies auch die Lockerungsentscheidungen beeinflussen. Wenn die Inzidenz in bestimmten Orten es zulasse, sollen auch wieder mehr Kontakte möglich sein. Aktuell herrscht noch die sogenannte "1-Freund-Regel", bei welcher sich Angehörige eines Haushalts mit maximal einer anderen Person treffen dürfen. Söder betonte weiterhin, dass die 7-Tage-Inzidenz immer noch das wichtigste Werkzeug für weitere Lockerungen sei. 

Er teilte im BR sogar mit, dass man bei entsprechender Inzidenz auch die Geschäfte des Einzelhandels wieder öffnen könne. "Das heißt, für Schweinfurt sieht es relativ gut aus. Das ist für die Kollegen in Tirschenreuth schwerer", sagte Söder. In der Stadt Schweinfurt wurden bereits erste Lockerungsmaßnahmen beschlossen.  Laut Veröffentlichung des Robert-Koch-Instituts liegt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen für die Stadt Schweinfurt bei 9,4 und im Landkreis Schweinfurt 19,1. Beim nächsten Bund-Länder-Gipfel soll über weitere regionalen Differenzierungen gesprochen werden.

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