Mit den Kraftstoffpreisen ist auch die Zahl der Fälle von Dieseldiebstahl und Tankbetrug in Bayern gestiegen.

Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den Polizeipräsidien im Freistaat ergeben.

Tank-Diebstähle in Bayern nehmen zu

Das Polizeipräsidium Mittelfranken in Nürnberg meldete für den März 2022 bei Spritdiebstählen "eine siebenfache Fallsteigerung im Vergleich zum März 2021 - offensichtlich einhergehend mit dem Anstieg der Spritpreise".

Auch die Zahl der Autofahrer, die ohne zu zahlen von der Tankstelle verschwinden, stieg den Angaben zufolge deutlich an: Für Januar 2022 registrierte die Polizei in Mittelfranken eine "rund 100-prozentige Steigerung knapp im dreistelligen Bereich" im Vergleich zum Monat des Vorjahres - ebenso im März. Im Februar 2022 fiel die Steigerung mit rund 50 Prozent etwas geringer aus.

In Unterfranken wurden nach Angaben des Präsidiums in Würzburg bis Anfang April 25 Fälle bekannt, in denen Benzin oder Diesel gestohlen wurde. Das sind vier mehr als 2021 im gleichen Zeitraum. Deutlicher fiel der Anstieg beim Tankbetrug aus: Bis Anfang April registrierte die Polizei 176 Fälle - 46 mehr als im Vorjahreszeitraum. 

Oft Lastwagen auf Rast- oder Autobahnparkplätzen betroffen

Auch das Polizeipräsidiums Oberfranken beobachtete im ersten Quartal 2022 "eine Zunahme von Kraftstoffdiebstählen" und auch bei Tankbetrugsfällen einen Anstieg - allerdings ohne diese jeweils zu beziffern.

Oft sind es Lastwagen auf Rast- oder Autobahnparkplätzen oder Baustellenfahrzeuge, auf die es Kraftstoffdiebe abgesehen haben. Im mittelfränkischen Burgoberbach beispielsweise stahlen Unbekannte rund 1000 Liter Diesel aus zwei Tanks eins Sattelzugs. Der Schaden: rund 2000 Euro. In Theilenhofen, ebenfalls in Mittelfranken, wurden rund 300 Liter Diesel aus einem Bagger abgezapft.

Manchmal trifft es aber auch Autos: In einem Bamberger Parkhaus zapften Unbekannte rund 25 Liter Benzin aus einem Wagen ab, rissen dafür den Tankdeckel ab und bohrten den Tank auf.