Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat sich am Samstag bei einem Besuch in den niederbayerischen Hochwassergebieten erschüttert vom Ausmaß der Zerstörungen gezeigt. "Wenn man das nicht mit eigenen Augen sieht, kann man es nicht glauben", sagte er angesichts der Zerstörungen. Die Fernsehbilder könnten nicht das Ausmaß der Verwüstung zeigen.

Seehofer dankte den vielen Helfern von Technischem Hilfswerk, Rotem Kreuz, Feuerwehr und auch den vielen freiwilligen Helfern. Einer der jungen Männer sagte zu Seehofer: "Es ist echt schön, dass die Politik die Menschen hier nicht im Stich lässt." Der Ministerpräsident erwiderte: "Das wäre ja noch schöner, das ist so dramatisch hier."

Seehofer nährte bei den Betroffenen auch die Hoffnung auf weitere finanzielle Hilfen: "Wir wissen auch, dass man die Katastrophe nicht mit 1500 Euro beantworten kann", sagte er unter Anspielung auf die seit Freitag ausgezahlten Soforthilfen.

Bei einem kurzen Trauergottesdienst am Rathaus zum Gedenken an die sieben Todesopfer der Katastrophe legten Seehofer, der Bürgermeister von Simbach am Inn sowie der Landrat des Landkreises Rottal-Inn Kränze nieder.

Kurios: Die Hilfsbereitschaft im Hochwassergebiet war derart groß, dass am Samstag ein Chaos auf den Zufahrtswegen ausgebrochen ist. Es würden keine zusätzlichen Helfer mehr benötigt, wie Polizei und Landratsamt Rottal-Inn am Samstag mitteilten. Die eingerichteten Parkplätze waren völlig überfüllt, und weiter ankommende Helfer konnten nicht mehr zu den betroffenen Hochwassergebieten gebracht werden.

Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist enorm: Am Freitag hatten in Simbach etwa 1000 Freiwillige geholfen. Am Samstag war die Zahl noch höher.