Franken
Schnee-Ticker

Schneechaos: Skigebiet unereichbar - Bundeswehr im Einsatz

Südbayern bleibt im Ausnahmezustand: Die Folgen des immensen Schneefalls beschäftigen die Menschen weiter. Zahllose Helfer sind im Einsatz. In Österreich traf eine Lawine ein Hotel. Im Schnee-Ticker informieren wir Sie über die aktuelle Lage.
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Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) räumen im Landkreis Traunstein Schnee von einem Hausdach. Foto: Alexander Fendt/DLRG/dpa
Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) räumen im Landkreis Traunstein Schnee von einem Hausdach. Foto: Alexander Fendt/DLRG/dpa

Auch am Wochenende hat der Winter Bayern fest im Griff: In Alpennähe warnt der Deutsche Wetterdienst vor teilweise extremem Schneefall. Im südlichen Bayern bleibt die Lage angespannt. Bleiben Sie informiert mit unserem Schnee-Ticker:

Update, 18.01.2019, 06.30 Uhr: Skigebiet unereichbar - Bundeswehr mit Hubschraubern im Einsatz

Weiterhin sorgen sich bayerische Bürger wegen Lawinengefahr. Insbesondere Oberbayern kommt nicht zur Ruhe. Beispielsweise können die 266 Einwohner des Schlechinger Ortsteils Raiten bis mindestens Freitag nicht in ihre Wohnhäuser zurück und müssen bei Familie, Freunden und Bekannten ausharren. Dies gab das Landratsamt Traunstein bekannt. Seit Mittwoch gibt es eine Notunterkunft im Nachbarort Unterwössen, die bisher aber Niemand genutzt hat. 

Die Schneemassen auf der Südseite oberhalb der Ortschaft Raiten (1600 Meter hoch) zeichnet sich eine gefährliche Entwicklung der Schneemassen ab. "Wenn sich das löst, könnte in den Schneemassen eine Staublawine mit bis zu 400 Stundenkilometern entstehen.", so eine Sprecherin des Landratsamtes. 

Rinder, Ziegen, ein Schaf und ein Pferd wurden an Anraten von den Weiden geholt, da die Gefahr für die Tiere zu hoch sei. Landwirte aus Raiten wollen ihre Tiere nicht unversorgt lassen. 

Die Bundeswehr ist vor Ort im Einsatz: Hubschrauber patrouillieren über dem Skigebiet und beurteilen die Lage. Die Schneemassen am Hang hätten sich gesenkt, was eine akute Gefahr darstelle, hieß es. Dies war der Hauptgrund war die Ortschaft am Mittwoch geräumt worden war. Der Katastrophenfall im Landkreis Traunstein ist weiterhin gegeben. 

Update, 15.01.2019, 13.51 Uhr: Wetter macht Bayern weiter zu schaffen - Tausende im Schnee-Einsatz

Das Wetterchaos und die Folgen des immensen Schneefalls beschäftigen Bayern weiter. Auch am Dienstag schaufelten Tausende Helfer auf den Dächern den Schnee weg und räumten Zufahrtsstraßen, unter ihnen auch knapp 1200 Soldaten der Bundeswehr. Teils mussten Lawinen gesprengt werden. Noch immer galt in vier Landkreisen in Oberbayern der Katastrophenfall, im fünften Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen wurde er am Dienstag aufgehoben.

Vor allem in höheren Lagen schneite es am Montag und in der Nacht zum Dienstag erneut kräftig. In den betroffenen Gebieten fiel erneut an vielen Schulen der Unterricht aus. Der Zugverkehr blieb auf einigen Strecken eingeschränkt. Auf den meisten Regionalstrecken sollen Mitte der Woche die Züge wieder fahren. Nur südlich von Garmisch-Partenkirchen und im Bayerischen Wald bleiben wahrscheinlich noch Strecken unpassierbar.

In den bayerischen Alpen herrscht oberhalb der Waldgrenze weiter flächendeckend die zweithöchste Lawinenwarnstufe, ebenso in vielen Gebieten Österreichs. In Ramsau im österreichischen Bundesland Steiermark traf eine nächtliche Lawine ein Hotel, bereits am Vortag war eine Lawine im Oberallgäu in Balderschwang in ein Hotel gerast. In beiden Fällen wurde niemand verletzt.

In vielen Wintersportorten liefen auch am Dienstag die Lifte nicht, darunter auch in Deutschlands höchstgelegenem Skigebiet auf der Zugspitze und in den Münchner Hausgebieten am Sudelfeld und am Spitzingsee, die zum Bergbahnverbund Alpen Plus gehören. In Garmisch-Partenkirchen konnten Skifahrer in diesen Tagen zumindest auf einigen Pisten im Skigebiet Classic ihre Schwünge ziehen.

Langsam ist in den Schneeregionen Entspannung in Sicht, zumindest an diesem Mittwoch soll es nicht schneien. In den tieferen Lagen traten mehrere Flüsse und Bäche nach den leicht gestiegenen Temperaturen und dem Regen über die Ufer. Das Hochwasser an der Wörnitz in Schwaben erreichte in der Nacht zum Dienstag in Harburg (Landkreis Donau-Ries) die zweithöchste Meldestufe: Einzelne bebaute Grundstücke oder Keller sind überflutet und Straßen mussten gesperrt werden. Darüber hinaus gab es teils kleinere Überschwemmungen, etwa wurden Äcker oder Wege überflutet.

Tauwetter in Verbindung mit Regen hatte die Pegelstände steigen lassen. Doch nun sinkt die Schneefallgrenze wieder, Niederschläge fallen als Schnee - und damit fließt das Hochwasser wieder ab, die Hochwasserlage wird sich voraussichtlich zusehends entspannen.

Update: 15.01.2019, 10.33 Uhr: Fränkische Schulen sagen Skikurse ab

Wegen des Schnee-Chaos in den Alpen haben erste Schulen aus Franken inzwischen geplante Skifreizeiten und -kurse abgesagt. "Sicherheit hat oberste Priorität", sagt Monika Zeyer-Müller, Ministerialbeauftragte (MB) für die Gymnasien in Unterfranken.

Mehr zu den abgesagten Skikursen und welche Schulen betroffen sind, lesen Sie hier.

Update: 14.01.2019, 19 Uhr: Schnee auf Dächern in Südbayern hält Helfer in Atem

Tausende Helfer schaufelten auch am Montag auf Dächern, um die Schneelast herunterzubringen. Noch immer galt in fünf Landkreisen in Oberbayern teilweise der Katastrophenfall. Neben rund 1500 Soldaten der Bundeswehr unterstützten am Montag auch 230 Beamte der Bundespolizei die Helfer in den verschneiten Gebieten.

Am Montag schneite es in Teilen Bayerns wieder heftig. Am Nachmittag fielen etwa im Berchtesgadener Ortteil Buchenhöhe auf knapp 1000 Metern Höhe stündlich an die zehn Zentimeter Schnee. Die Zufahrt nach Buchenhöhe war zuvor knapp eine Woche gesperrt gewesen. In etlichen Schulen fiel weiter der Unterricht aus. Schulwege galten als zu unsicher und Züge fielen aus. In den bayerischen Alpen herrscht seit Tagen die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Das habe es jahrelang nicht gegeben, sagte der stellvertretende Leiter der Lawinenwarnzentrale Bayern, Thomas Feistl.

Im Ostallgäu traf eine Lawine ein Hotel im Winterskiort Balderschwang. Sie drückte Fenster ein - verletzt wurde niemand. Der betroffene Wellnessbereich des Hotels war bereits am Sonntagabend vorsorglich geschlossen worden. Die Behörden hätten vorausschauend Maßnahmen ergriffen, damit Menschen nicht geschädigt werden, sagte Bauminister Reichhart nach einem Besuch in Balderschwang.

Update: 14.01.2019, 18.30 Uhr: Schneematsch im Kreis Nürnberg - drei Meter in die Tiefe gerutscht

Eine 19-Jährige rutschte am Montag von der Kreisstraße von Krottensee in Richtung Königstein (im Landkreis Nürnberger Land) einen drei Meter langen Abhang hinunter. Die Fahrbahn war mit Schneematsch bedeckt. Ihr Auto prallte gegen einen Baum. Die Fahrerin wurde bei dem Aufprall nur leicht verletzt.

Update 13.01.2019, 18.15 Uhr: Lawinengefahr in den Alpen wieder gestiegen

Die Lawinengefahr in den Alpen ist wieder gestiegen. Der Lawinenwarndienst Bayern stufte die Gefahr in allen Gebieten der bayerischen Alpen auf der zweithöchsten Warnstufe 4 und somit als "groß" ein. Am Samstag hatte noch Warnstufe 3 gegolten, was "erheblich" ist.

Die Hauptgefahr geht dem Bericht nach von bestimmten Schneeansammlungen oberhalb von 1400 Metern aus - von sogenanntem Triebschnee, verursacht von Neuschnee und Sturm. Bereits geringe Belastungen durch einen Ski- oder Snowboardfahrer könnten Schneebrettlawinen auslösen, wie der Warndienst am Abend mitteilte. Die Lawinensituation soll auch in den kommenden Tagen angespannt bleiben.

Aus Franken sind inzwischen auch viele Helfer in die Katastrophengebiete unterwegs: Das THW aus Kronachund Kulmbachhat sich nach Oberbayern aufgemacht und auch aus Nürnberg sind Helfer unterwegs.

 

Update 13.01.2019: Schneechaos in den bayerischen Alpen ist noch nicht vorbei - im Gegenteil

Auch in der Nacht zum Sonntag fielen Schnee und Regen. Größere Vorkommnisse gab es aber nicht, wie die Polizeipräsidien in der Region mitteilten. Der Deutsche Wetterdienst sagt aber weitere kräftige Schneefälle vorher. In Franken erwartet uns eher Regen als Schnee. Der führt zu lokalen Überschwemmungen.

Die Behörden sind gewappnet, Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Samstag angekündigt, 500 weitere Bereitschaftspolizisten in die betroffenen Gebiete zu schicken. Sie sollen vor allem helfen, die Dächer einsturzgefährdeter Gebäude freizuschaufeln.

Katastrophenfall bleibt bestehen

"Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber schon zu ernster Besorgnis", hatte Söder bei einem Besuch in Bad Tölz gesagt. Insgesamt sind seinen Angaben nach dann 5.000 Kräfte im Einsatz. Für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Traunstein, Garmisch-Partenkirchen und Teile des Berchtesgadener Lands gilt der Katastrophenfall. Der soll voraussichtlich noch bis Dienstag dauern.

In Kempten im Allgäu sperrte die Stadt am Samstagabend wegen der Schneelast vorsorglich elf Sporthallen. Diese sollen bis einschließlich Dienstag geschlossen bleiben, weil durch die angekündigten Niederschläge mit noch höherem Gewicht auf den Dächern zu rechnen sei, teilte ein Sprecher der Stadt am Samstag mit.

Angesichts erneuter heftiger Niederschläge dürfte sich die Situation vorerst nicht entspannen. Die Schneefallgrenze soll von 600 Metern am Samstagabend auf 1.000 Meter am Sonntagmorgen steigen und am Montag wieder auf 500 Meter sinken. In den Alpen herrscht zudem erhebliche Lawinengefahr. Im nördlichen Bayern ist mit Regen zu rechnen.

Ein Schwerverletzter in Niederbayern

Viel Neuschnee hat in Niederbayern in der Nacht zu Sonntag zu mehr als 150 Einsätzen von Polizei und Feuerwehr geführt. Wie die Polizei mitteilte, gab es bis zum Morgen 24 Unfälle. Ein Mensch wurde schwer verletzt. Vielerorts stürzten wie in den Landkreisen Deggendorf und Straubing-Bogen Bäume auf die Straßen, weil das Gewicht des Schnees zu groß war.

Etliche Straßen sind deswegen nach wie vor nicht passierbar. Bergungsarbeiten sind den Angaben zufolge für die Helfer derzeit zu gefährlich. Weitere Bäume könnten umstürzen. Gesperrt sind zunächst auch die Bundesstraße 11 zwischen Regenhütte und Bayerisch Eisenstein sowie die Bundesstraße 85 zwischen Hörmannsdorf und Tittling.

Update 12.01.2019, 15.55 Uhr: Lawinengefahr bleibt hoch

In den Berchtesgadener Alpen ist die Lawinengefahr leicht gesunken. Das ist aber kein Grund zur Entwarnung: Laut Experten ist sie immer noch sehr hoch. Der Lawinendienst Bayern stufte die Gefahr in den bayerischen Alpen auf Warnstufe 3 ein, das ist die dritthöchste Gefahrenstufe.

Besonders Lockerschnee- und Schneebrettlawinen sind besonders gefährlich. Diese können sich aufgrund des Gewichts des Neuschnees von selbst lösen. Lawinen gefährden aber nicht nur die oberen Regionen, sondern können derzeit bis in die Täler abgehen und bedrohen dort Verkehrs- und Wanderwege. Der Lawinenwarndienst empfiehlt ausdrücklich, besonders vorsichtig zu sein und eine überlegte Routenwahl zu treffen, sollte man im Gebirge unterwegs sein.

Update 12.01.2019, 15.45 Uhr: Bayern schickt weitere Helfer in verschneite Katastrophengebiete

Nach kurzer winterlicher Verschnaufpause drohen weitere kräftige Schneefälle die Wetterlage in Bayern nochmals zu verschärfen. Der Freistaat schickt daher 500 Bereitschaftspolizisten zusätzlich in die tief verschneiten Katastrophenregionen. "Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber schon zu ernster Besorgnis", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Samstag in Bad Tölz.

Dort wollte er sich einen Überblick über die Situation verschaffen und nahm dazu an einer Lagebesprechung der Einsatzkräfte teil. Insgesamt sind Söder zufolge bald 5000 Kräfte im Einsatz - und vor allem damit beschäftigt, einsturzgefährdete Dächer vom Schnee zu befreien. Bei Bedarf sollen weitere Helfer in Bewegung gesetzt werden. Alle seien "volle Pulle im Einsatz", betonte Söder. "Die größte Herausforderung der nächste Tage wird die Dächerlast sein. Durch den Regen wird insgesamt die Last schwerer." Die Helfer seien "sehr sehr besorgt".

Update 12.01.2019, 13 Uhr: Kein Ende in Sicht - DWD warnt vor extremem Schneefall in Bayern

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt für die kommenden Tage in Bayern erneut starken Schneefall an. Für Oberbayern und Schwaben gab er eine Unwetterwarnung heraus: Oberhalb von 1000 Metern soll es zwischen Samstagabend und Dienstag extrem starken Schneefall geben - von bis zu einem Meter Neuschnee.

 

In den Alpen und im Bayerischen Wald rechnen die Experten oberhalb von 600 Metern mit 20 bis 50 Zentimetern Schnee und ab 800 Metern mit 50 bis 70 Zentimetern. Insgesamt ergäben sich extreme Schneehöhen.

Im Alpenvorland soll es Sturm mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern geben, in den Hochlagen der Alpen und des Bayerischen Waldes mit bis zu 100 Stundenkilometern. Es sei mit Schneeverwehungen zu rechnen, so der DWD.

Update vom 11.01.2019, 18:05 Uhr: Fahrer eines Räumfahrzeugs tödlich verunglückt

Der Fahrer eines Schneeräumfahrzeugs ist in Oberbayern tödlich verunglückt. Der 48-Jährige räumte am Freitag die Bundesstraße 307 in Lenggries (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Auf einer Brücke kippte das Fahrzeug um und stürzte in einen Wasserzulauf der Isar. Nach Angaben der Polizei gestaltete sich die Bergung schwierig. Nur mit Hilfe eines Krans konnten die Einsatzkräfte den Wagen so weit anheben, dass der Mann aus dem Führerhaus befreit werden konnte. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er seinen schweren Verletzungen erlag.

Update vom 11.01.2018, 12:26 Uhr: Verschneite süddeutsche Wälder nicht betreten - Lebensgefahr!

Das Betreten von verschneiten Wäldern kann in Süddeutschland zurzeit lebensgefährlich sein. Darauf hat die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände hingewiesen. Präsident Philipp Freiherr zu Guttenberg sagte der "Bild"-Zeitung (Freitag): "Momentan haben wir noch keine seriöse Schadensschätzung, da wir unsere Mitglieder und die Bevölkerung eindringlich davor warnen, in den Wald zu gehen. Hier besteht akute Lebensgefahr."

Die Schäden für die deutschen Wälder seien dennoch schon jetzt sichtbar, sagte zu Guttenberg, der zugleich Vizepräsident des Europäischen Waldbesitzerverbandes ist. "Es zeichnen sich aber aufgrund der riesigen Mengen schweren und nassen Schnees bereits jetzt massive Schäden ab. Der viele Schnee lässt einzelne Bäume wie Streichhölzer abbrechen oder sie fallen durch die hohe Schneelast einfach um. Problematisch sind insbesondere die großflächigen Wipfelbrüche, die uns über viele Jahre beschäftigen werden."

Auch Bayerische Staatsforsten warnen vor "Gefahr für Leib und Leben"

Die Bayerischen Staatsforsten raten aufgrund der aktuellen Wetterlage dringend von Waldbesuchen ab. Starke Schneefälle könnten zu unberechenbarem Schneebruch führen, warnten die Staatsforsten am Freitag in Regensburg. Es bestehe Gefahr für Leib und Leben, wenn Äste, Baumteile oder ganze Bäume unter der Schneelast ab- oder zusammenbrächen.

Vor allem im Süden und Südosten Bayerns entsteht der Mitteilung zufolge eine hohe, lebensbedrohliche Schneebruchgefahr. Derzeit herrsche "eine weiße Gefahr im Wald", sagte Staatsforsten-Sprecher Philipp Bahnmüller. Bäume könnten "unmittelbar und ohne Vorwarnung unter der Schneelast umkippen". Selbst gesunde und stabile Bäume könnten dem Schneegewicht in den Kronen oft nicht standhalten. Das Risiko von herunterfallenden Ästen sei hoch. Selbst kleine Äste könnten Menschen schwerwiegend verletzen, wenn sie aus großer Höhe aufträfen, sagte Bahnmüller.

Wegen der großen Gefahr für Leib und Leben haben die Staatsforsten in den betroffenen Gebieten die Waldarbeit eingestellt. Selbst die Förster des Waldunternehmens vermeiden Waldbegänge, wie Bahnmüller mitteilte. Am höchsten sei das Risiko in den Alpen, am Alpenrand und in den östlichen Mittelgebirgen, vor allem im Bayerischen Wald. Am Donnerstag war im oberbayerischen Trautshofen bei Aying ein neunjähriger Junge von einem umstürzenden Baum erschlagen worden.

Update vom 11.01.2018, 11:52 Uhr: Fünfter Katastrophenalarm in Bayern ausgerufen

Nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Tage haben die Behörden am Freitag auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen den Katastrophenfall ausgerufen. Das Landratsamt übernehme die Koordination der verschiedenen Hilfs- und Rettungseinsätze, wie ein Sprecher mitteilte. Weitere angekündigte Schnee- oder Regenfälle könnten die Situation in der Region verschärfen. Für die oberbayerischen Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Traunstein und Teile des Berchtesgadener Lands gilt bereits der Katastrophenalarm.

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