Am Pfingstwochenende sind immer wieder Unwetter über Bayern hinweggezogen. Große Schäden blieben zwar aus, trotzdem waren die Einsatzkräfte vielerorts gefragt. Eindrucksvolle Bilder gab es aus dem Allgäu: Dort ging im Landkreis Lindau am Pfingstsonntag (5. Juni 2022) ein heftiger Hagelschauer nieder - es wirkte, als habe es im Juni geschneit, ein Radlader schob die Hagelkörner zur Seite.

Während der Gewitter seien Feuerwehr und Polizei zu mehr als 50 Einsätzen ausgerückt, teilte die Polizei in Schwaben mit. In Biessenhofen (Landkreis Ostallgäu) blieb ein Auto in einer vollgelaufenen Unterführung stecken. Die Insassen konnten unverletzt von der Feuerwehr befreit werden. In Immenstadt blieben die Gondeln der Mittagbahn aufgrund des Unwetters stehen. Auch hier wurden vier Menschen befreit. In Waltenhofen bei Schwangau schlug ein Blitz in ein Gebäude ein, wodurch es zu Rauchentwicklung kam. Es habe nur geringfügige Beschädigungen gegeben, teilte die Polizei weiter mit.

Unwetter am Pfingstwochenende: Zahlreiche Schäden in Schwaben und im Allgäu

Aufgrund der Unwetterwarnung wurde zudem das Musikfestival «Ikarus» in Memmingen kurzzeitig unterbrochen. Zwischen 15.00 und 16.00 Uhr hätten keine Bands gespielt, die Gäste seien gebeten worden, sich nicht in ihre Zelte, sondern in ihre Autos zu begeben. Ab 16.00 wurde das Konzertprogramm dann fortgesetzt.

Auch in Niederbayern brachten die Unwetter am Pfingstsonntag zahlreiche Einsätze für Polizei und Feuerwehr. Bei Neukirchen (Landkreis Straubing-Bogen) sei ein Baum auf ein Auto gestürzt, teilte die Polizei am frühen Montagmorgen mit. Auch auf der Bundesstraße 388 nahe Velden (Landkreis Landshut) fiel ein Baum auf ein fahrendes Auto. In beiden Fällen wurde niemand verletzt. In Pilsting (Landkreis Dingolfing-Landau) musste wegen eines Gewitters ein Bierzelt mit rund 2500 Besuchern geräumt und die Veranstaltung beendet werden.

Im Tier-Freigelände des Nationalparks Bayerischer Wald in Neuschönau (Landkreis Freyung-Grafenau) wurden nach einem Unwetter am Samstagabend ebenfalls Schäden registriert: Deswegen sollte das Areal auch am Pfingstmontag noch geschlossen bleiben, teilte die Nationalparkverwaltung mit. Mehrere Bäume seien auf die Wanderwege gefallen und abgebrochene Äste hingen in Baumkronen. Die Sicherheit auf den Wegen sei nicht mehr gegeben.

In Franken hielten sich die Unwetter in Grenzen, auch die Musikfans auf "Rock im Park" ließen sich vom schlechten Wetter nicht die Stimmung verderben: Die Eindrücke vom letzten Festivaltag.