Der bayerische Philologenverband will sich juristisch gegen die bevorzugte Corona-Impfung von Grund- und Förderschullehrern wehren. «Die Ungleichbehandlung beim Impfen innerhalb einer Beamtengruppe können und wollen wir nicht akzeptieren», betonte der Vorsitzende Michael Schwägerl am Mittwoch in München. Die Entscheidung, nur den Lehrkräften an Grund- und Förderschulen eine schnellere Impfung gegen das Coronavirus anzubieten, sei ein «Schlag ins Gesicht» gewesen.

«Alle Lehrkräfte sind gefährdet», argumentierte Schwägerl. «Das Vorziehen dieser Gruppen unabhängig von ihrem individuellen Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs benachteiligt die Lehrkräfte an weiterführenden Schulen zusätzlich, weil diese jetzt noch länger auf einen Termin warten müssen.» In naher Zukunft soll mit vier Impfstoffen gegen das Coronavirus geimpft werden: In einem umfangreichen Vergleich aller vier Vakzine haben wir unter anderem Impf-Häufigkeit und die Nebenwirkungen verglichen.

Impfreihenfolge in Bayern: Lehrer-Verband klagt 

Der Philologenverband setzt deshalb auf die Justiz und will erreichen, dass die Lehrkräfte sämtlicher Schularten in die Priorisierungsgruppe zwei eingestuft werden - also so hoch wie Krebspatienten oder schwer Lungenkranke. Allerdings kann er als Verband nicht selbst klagen. Er will deshalb einzelne Mitglieder unterstützen, deren Antrag auf eine priorisierte Impfung etwa aufgrund einer Vorerkrankung abgelehnt worden war, wie Sprecher Benedikt Karl erläuterte.

An den Gymnasien und Beruflichen Oberschulen werden bereits seit Anfang Februar wieder die Abschlussklassen in den Schulgebäuden unterrichtet, am Montag kehrten auch die übrigen Jahrgänge im Wechselunterricht zurück.