Staub aus der Sahara hat in Teilen Bayerns den Himmel in ein trübes Licht getaucht. "Wenn man in München rausschaut zum Beispiel, sieht es leicht gelb-rötlich aus", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag (6. Februar 2021). Und auch in Franken konnte man den gelblich verfärbten Himmel deutlich sehen.

Während im Norden Deutschlands Schneeschauer vorhersagt waren, leuchtete der Himmel im Süden gelb und die Temperaturen waren deutlich höher als im schneegebeutelten Norden. Grund sei ein Tiefdruckgebiet über Südwesteuropa. Die entstandenen Winde transportierten Staub aus der Wüste über das Mittelmeer direkt nach Deutschland. Bayern sei dem Sprecher des Wetterdienstes zufolge besonders von den Auswirkungen betroffen. 

Normalerweise spricht man bei diesem Wetterphänomen von "Blutregen", weil der Saharastaub normalerweise von Niederschlägen begleitet wird. Aktuell ist es allerdings trockener Staub - ein viel selteneres Phänomen. Bemerkenswert sei auch die Menge an Staub. Dies bestätigte der Wetterexperte Michael Sachweh des Bayerischen Rundfunks. Teilweise waren 2000 Milligramm Wüstenstaub pro Quadratmeter zu messen. Das trete nur alle paar Jahre auf, so Sachweh. Auch am heutigen Sonntag ist weiter Saharastaub über Bayern zu erwarten.