Das Landesamt für Umwelt bündelt sein Expertenwissen in diesem Bereich deshalb in einem Kompetenzzentrum Strahlenschutz in Kulmbach. Die neue Einrichtung solle "den Rückbau mit Fachwissen sowie engmaschigen Kontrollen vor Ort und im Labor begleiten", sagte Scharf am Donnerstag in Kulmbach. "Das Kompetenzzentrum wird dazu detaillierte Überwachungskonzepte entwickeln."

Bereits jetzt werden in Kulmbach pro Jahr etwa 2200 Proben aus dem Bereich Strahlenschutz untersucht. Die Laborkapazität wird nun verdoppelt. Vier Atomkraftwerke in Bayern sind noch in Betrieb, sie sollen bis 2022 abgeschaltet werden. Ende Mai soll das Kernkraftwerk im unterfränkischen Grafenrheinfeld vom Netz gehen.