Am  7. Januar 2022 ist Otmar Spirk verstorben. Das ist auf dem Online-Blog des 67-jährigen Rechtsanwalts aus Regensburg zu lesen. Zuvor informierte der Verschwörungs-Blogger seine Leser bereits darüber, dass er krank sei und schickte noch am 1. Januar einen "Gruß von der Intensivstation". 

Der Oberpfälzer Otmar Spirk war Corona-Leugner und Impfgegner. Im Netz wetterte er regelmäßig gegen die Corona-Maßnahmen und rief seine Leserschaft zu Demonstrationen und "Spaziergängen" in der Regensburger Innenstadt auf. Der in Pentling ansässige Rechtsanwalt, der im Beruf vor allem Armen und Mittellosen zu ihrem Recht verhalf, hatte sich im Umkreis der Stadt bereits als Gegner der staatlichen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie einen Namen gemacht. 

Corona-Leugner wollte eigene Covid-Infektion nicht wahrhaben 

Laut Medienberichten habe der 67-Jährige seine eigene Corona-Infektion bis zuletzt nicht wahrhaben wollen. Selbst in den letzten Tagen auf der Intensivstation habe er nicht geglaubt, dass er an den Folgen der Erkrankung sterben könnte. Wochen vor seiner Infektion war er selbst auf zahlreichen Demos unterwegs und verbreitete seine Thesen zur "Corona-Paranoia" der deutschen Regierung. 

Er teilte regelmäßig Fotos von Demonstrationen und "Spaziergängen". Etwa von Schildern, auf denen Sprüche wie "Keine Impfpflicht, Ende der Testpflicht, Hände weg von unseren Kindern" oder "Menschheits-Familie vereint gegen Dauer-Abo von Genmanipulation" zu lesen sind.  Auf einem Foto trägt er selbst eine Maske mit der Aufschrift " Viva Coronoia". Immer wieder machte sich Otmar Spirk über die Corona-Maßnahmen und auch über Menschen, die diese befolgten lustig, attestierte ihnen "Angststörungen".

Der letzte Blog-Eintrag am 7. Januar ist kurz: "Otmar Spirk ist in den frühen Morgenstunden verstorben."